Bilderweltarchiv 2023

 
Die Autobahnkirche Baden-Baden bietet dem Auge des Betrachters viele Anregungen. Diese Darstellungen in Beton, Glas und Email regen zum Nachdenken an. Wir werden in loser Folge auf unserer Homepage einige Bilder vorstellen und mit einer kleinen Betrachtung Denkanstöße geben. Wenn es dazu führt, das Original zu betrachten, dann freuen wir uns darüber. Denn das Gesamtkunstwerk »Autobahnkirche« ist dazu da, dass man mit ihm in Kontakt kommt.
  

Mit Vollmacht

»Macht macht korrupt!« »Macht verdirbt die Menschen!« So oder ähnlich hört man es immer wieder und ein Blick in die Geschichte gibt uns recht. Das Streben nach Macht und imperiale Ausdehnung der eigenen Macht war einer der größten Antriebe der Menschen und hat sicherlich schon viel Unheil und Leid über die Menschheit gebracht. Vielleicht ist es dieses Streben nach Macht, die für das Unglück verantwortlich zu machen ist. Doch wir streben nach Macht, weil wir über uns und unser Leben bestimmen wollen. Das können wir nur, wenn wir auch ein gewisses Maß an Macht besitzen. Im Matthäus-Evangelium wird in der Versuchungsszene Jesu die Macht über die ganze Welt, den ganzen Kosmos angeboten, er aber lehnt ab, weil ihm diese nicht zusteht, sondern allein Gott. Uns stellt sich da die Frage, wie wir mit Macht umgehen.

Vom Chaos zur Ordnung

Wie erleben wir unseren Alltag? Ist er eher geordnet oder doch durch und durch chaotisch? Wir wünschen uns Ordnung, wir versuchen das zu verwirklichen, was wir unter Ordnung verstehen. Manchmal gelingt das, manchmal nicht. Diese Unverfügbarkeit der beiden Prinzipien Ordnung und Chaos und die Zufälligkeit, der wir ausgeliefert sind, drängt uns dazu, über Religion und Spiritualität eine Lösung für dieses Dilemma zu finden. Religion schenkt mit ihren Traditionen und Ritualen eine gewisse Ordnung. »So wie jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit!« Lautet der Leitspruch. Spiritualität schenkt die Gelassenheit, auch mit Durcheinander und Ungeklärtem leben zu können. Hier heißt es eher: » Es ist gut so, wie es jetzt gerade ist.« Oder: »Es ist so, wie es ist!«
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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