St. Christophorus Choral

 
 
Der St. Christophorus Choral ist eine eigens für und inspiriert durch die Autobahnkirche St. Christophorus geschriebene Komposition für Orchester, wie auch für Kirchenorgel. Der Komponist Sebastian Tuschla-Hoffmann beschreibt in dem Werk musikalisch die einzigartige Architektur und künstlerische Gestaltung der Autobahnkirche. Dabei greift er auch das Umfeld der Kirche mit dem Verkehrslärm der Autobahn und ihre beruhigende Wirkung als „Raststätte für die Seele“ auf. 
Die Uraufführung des Chorals wurde am 24. Juli 2022 anlässlich des Festgottesdienstes zum Patrozinium der Autobahnkirche Baden-Baden durch den Musikverein Sandweier gestaltet. Damit hat der Musikverein nach der Einweihung der Autobahnkirche 1978 und der Glockenweihe 2012 wieder ein besonderes Ereignis musikalisch mitgestaltet.
 
 
 
 
 
 

Die Komposition

 
 
Die Einleitung des Chorals zeigt die Kirche von außen. Der Blick von der himmlischen Spitze nach unten schweifend zu dem Irdischen. Im ersten Hauptthema wird die Kirche von innen beschrieben, der Moment, wenn man sie erstmalig betritt und das Licht mystisch durch die blauen Fensterwände scheint.
 
In dem folgenden Zwischenspiel wechselt sich das Himmlische mit dem Irdischen ab, um später gemeinsam in Einigkeit zu erklingen.
 
In den weiteren Themen werden die vielen verschiedenen farbenfrohen Fensterwände beschrieben, diese werden durch die zunehmenden warmen Nebenmelodien ergänzt. Der zarte Schluss, geführt durch die Oboe, soll die Auszeit und Besinnung in dieser hektischen Welt darstellen.
 
St. Christophoprus Choral (Orgelfassung) auf youtube:
 
St. Christophoprus Choral (Blasorchesterfassung) auf youtube:
 
 
 

Der Komponist

 
Der Komponist Sebastian Tuschla-Hoffmann wurde am 19.06.1992 in Baden-Baden geboren.
Von seinem Großvater Walter Tuschla, bekam er sein musikalisches Talent in die Wiege gelegt.
Im Fach Komposition wurde Sebastian Tuschla-Hoffmann von Prof. Herbert Ferstl unterrichtet.
Sebastian Tuschla-Hoffmann komponiert und arrangiert Musikstücke für Orchester, Kirchenorgel, wie auch viele andere Formationen.
 
 
 
 

St. Christophorus auf CD

 
Als Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Festtag wurde das Werk, wie auch weitere Musikstücke von Sebastian Tuschla-Hoffmann, auf CD veröffentlicht. Diese ist beim Musikverlag Geiger in Kronach erschienen und, wie auch die Notenausgaben, dort erhältlich.
 
Bei der Choral Version für Kirchenorgel waren die freundschaftlichen Kontakte zu dem unter „bendasbrot“ auf YouTube bekannten Organisten Ben Schneider nützlich. Dieser tritt nicht nur als Bearbeiter der Orgelversion in Vorschein, sondern auch als Interpret auf der CD „Zwei Choräle für Blasorchester und Orgel“.
 
 
 
 
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
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