Der Elia-Turm

 
Das Verhältnis zwischen Religion und der politischen Macht muss für jede Zeit neu ausgehandelt werden. Für die Auseinandersetzung zwischen VertreterInnen der Religionen und denjenigen, die die politische Macht in Händen halten, steht der Elia-Turm im Norden der Autobahnkirche. Das Gespräch der Mächtigen und der Religion ist auch in unseren demokratischen Zeiten nicht einfach. In Gestalt des biblischen Elia kommen beide Komponenten zum Tragen.
Elia stand immer im Konflikt mit dem König von Juda. Er wurde verfolgt und mit dem Tode bedroht. Aber er scheute auch die Auseinandersetzung nicht. Er setzte sich als Eiferer, als Gotteskrieger für seine Religion ein und schreckte auch vor Gottesurteilen und religiös motiviertem Massenmord nicht zurück. Dieser Elia kann heute kaum als Vorbild zu vermittelt werden. Der fundamentalistischen Position steht der Mystiker entgegen, der eine unbeschreibliche Gotteserfahrung macht, als er Gott nicht im Sturm, nicht im Gewitter und auch nicht im Erdbeben erlebt, sondern im leisen Säuseln des Windes. Elia wird als einer der wenigen Menschen leibhaftig in den Himmel aufgenommen.
Wie lösen wir den immer wieder aufbrechenden Konflikt zwischen Religionen und weltlicher Macht? Weder der Gottesstaat noch die strikte Trennung zwischen Religion und Staat können endgültige Lösungen bieten. Elia hat für seine Zeit die Antwort gefunden, doch die ist für uns heute nicht mehr lebbar. Wie lösen wir es für heute?
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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