Vom Chaos zur Ordnung

Bilderwelt 323 ABK Fenster W - Vom Chaos zur Ordnung 1zu5.jpg
Wie erleben wir unseren Alltag? Ist er eher geordnet oder doch durch und durch chaotisch? Wir wünschen uns Ordnung, wir versuchen das zu verwirklichen, was wir unter Ordnung verstehen. Manchmal gelingt das, manchmal nicht. Diese Unverfügbarkeit der beiden Prinzipien Ordnung und Chaos und die Zufälligkeit, der wir ausgeliefert sind, drängt uns dazu, über Religion und Spiritualität eine Lösung für dieses Dilemma zu finden. Religion schenkt mit ihren Traditionen und Ritualen eine gewisse Ordnung. »So wie jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit!« Lautet der Leitspruch. Spiritualität schenkt die Gelassenheit, auch mit Durcheinander und Ungeklärtem leben zu können. Hier heißt es eher: » Es ist gut so, wie es jetzt gerade ist.« Oder: »Es ist so, wie es ist!«
Das zentrale Fenster in der Autobahnkirche setzt diese Lebenserfahrung, in der wir hin- und hergerissen sind, ins Bild. Rechts sehen wir geordnete Verhältnisse, links das unstrukturierte Chaos. In der Mitte ist das Glaubenssymbol, das Lamm. Es wendet sich dem Chaos zu, ja es geht sogar in Richtung Chaos, als würde es sagen: Dort, wo es war, dort ist es geordnet. Aber, und das ist ganz wichtig, umsonst gibt es diese Ordnung nicht. Das Lamm trägt eine große Wunde, der Weg, den es gegangen ist, war verletzend. Diese Verletzung ist dem Chaos näher als der Ordnung, was die Frage aufwirft, ob das Chaos verletzend ist, oder ob es notwendend ist, dass man verletzt wird, wenn man Ordnung schafft. 
Bilderwelt 323 Lageplan.jpg
Wie auch immer, beides ist möglich. Es erübrigt sich auch die Frage, was nun besser ist. Laut den physikalischen Gesetzen ist Unordnung und Chaos der Normalzustand mit der geringsten Energie, so dass am Ende alles wieder darauf hinausläuft. Ordnung ist schwierig, und trotz allem Wunschdenken nicht sehr stabil. Auch das ist eine Erfahrung, die wir tagtäglich machen. Es wird wohl immer eine große Arbeit und Herausforderung sein, für eine Ordnung einzutreten und sie zu halten.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.