Bilderweltarchiv 2018

 
Die Autobahnkirche Baden-Baden bietet dem Auge des Betrachters viele Anregungen. Diese Darstellungen in Beton, Glas und Email regen zum Nachdenken an. Wir werden in loser Folge auf unserer Homepage einige Bilder vorstellen und mit einer kleinen Betrachtung Denkanstöße geben. Wenn es dazu führt, das Original zu betrachten, dann freuen wir uns darüber. Denn das Gesamtkunstwerk »Autobahnkirche« ist dazu da, dass man mit ihm in Kontakt kommt.
  

Was wachsen muss

Quelle: Norbert Kasper

»Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.« (Joh 3,30) Mit diesen Worten antwortet Johannes der Täufer auf die Aussage seiner Anhänger, die Jesus beobachtet haben, als er wie Johannes am Jordan taufte. Johannes vermeidet damit eine Auseinandersetzung mit Jesus und weist sich den zweiten Platz hinter Jesus zu. 

Gott hoch drei

Wie können wir von Gott reden? In mythologischen Zeiten war es einfacher. Da waren Götter wie Menschen. Manchmal hatten sie Tiergestalt, je nach ihren Eigenschaften, aber sie hatten auf jeden Fall menschliche Züge, oft ins übernatürliche gesteigert. Solche göttlichen Personen waren mächtig und haben die Verehrung durch die Menschen eingefordert. So weit, so gut. Wie sieht das aber heute aus. Unser Gottesvorstellungen sind eher abstrakt und weniger an Personen gebunden. Und doch verwenden wir Bilder und am ehesten das vom Menschen, denn wir sind ja nach dem Abbild Gottes geschaffen. 

Gott verlässt seinen Thron .....

Quelle: Norbert Kasper

..... und wird Mensch. So könnte man dieses Fenster in der Autobahnkirche kurz beschreiben, wenn man es im Zusammenhang mit der Krippe sieht, die nebendran abgebildet ist. Und so ist es in der Sichtweise von Emil Wachter konsequent gedacht. Gott verzichtet auf alle die Machtmittel, die in seinen Händen sind, und wird ein kleines, wehrloses Kind. Es ist ein Teil der Botschaft von Weihnachten, die aus diesem Geschehen, das die Evangelisten Lukas und Matthäus auf unterschiedliche Weise beschreiben, etwas so Einzigartiges und Anrührendes machen. Diese Botschaft hinter der Botschaft geht auch so tief, dass sie auch uns modernen Menschen erreicht.
Ergebnisse 51 - 53 von 53
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 02.06.2026
Kontemplation
Di. 09.06.2026
Kontemplation
Di. 16.06.2026
Kontemplation
Di. 23.06.2026
Kontemplation
Di. 30.06.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.