Gott redet

Bilderwelt 443 ABK Fenster W - Gott redet 1zu5.jpg
In Heiligen Schriften ist oft die Rede davon, dass Gott oder verschiedene Götter zu den Menschen sprechen. Manchmal tun sie das direkt, dann wieder über himmlische Boten oder durch den Mund der Propheten. Besonders im Alten und Neuen Testament finden sich viele Geschichten, in denen göttliche Botschaften von Menschen wahrgenommen werden. So erfährt Mose von Gott den Namen in der Erscheinung des brennenden Dornbuschs, Josef werden im Traum von einem Engel göttliche Botschaften übermittelt. Die drei Jünger Petrus, Jakobus und Johannes erfahren auf dem Berg Tabor durch eine göttliche Stimme, dass Jesus von Gott auserwählt worden ist. Das sind in der Regel knappe Erzählungen, in denen lediglich das Ereignis berichtet wurde, aber nicht, wie sich die Menschen, die diese Botschaften empfangen haben, darauf vorbereiteten. Es mag ja sein, dass wir die Rede Gottes plötzlich vernehmen und verstehen können. Ein Blick in die Geschichte zeigt aber, dass wir erst nach einem langen Übungsweg in der Lage sind, die göttliche  Stimme wahrzunehmen und zu deuten.
Meister Eckhart hat in einem berühmten Satz diesen Übungsweg beschrieben. Er sagt: »Ich will sitzen und will schweigen und will hören, was Gott in mir redet. In der Stille sitzen, weg von allen Ablenkungen gelingt es am besten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Im Schweigen, das im unbeweglichen Sitzen erst möglich wird, macht man sich los von allem, was man selbst meint, sagen zu müssen. 
Bilderwelt 443 Lageplan.jpg
Das Hören wird durch dieses Schweigen erleichtert und geschult. Wer gelernt hat, richtig hinzuhören, kann auch die Geister unterscheiden, und lernt, die Stimme Gottes zu erkennen. Wahrscheinlich müssen wir ein ähnliches Bild gebrauchen, wie das in der Westfront der Autobahnkirche, um das beschreiben, wie wir Gottes Worte vernehmen. Aber das ist dann die leichteste Übung. Schwerer ist das Sitzen, das Schweigen und das Hören.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.