Lust am Weltuntergang

Wir Menschen sind Wesen, die gerne nach vorne schauen und deren Leben und Streben von Hoffnung geprägt ist. Da verwundert es dann doch, dass wir uns sehr gerne mit Fantasien beschäftigen, die sich um das Ende der Welt und allen Lebens drehen. Das mag daher kommen, dass wir heute in der Lage sind, unsere Welt selbst zu zerstören, aber auch in frühen Zeiten hat das Ende der Welt die Menschen immer wieder fasziniert. Sie haben sich Geschichten darüber erzählt, wie die Welt enden wird. Da ist dann von großer Verzweiflung und vielfältigem Schrecken die Rede, wir schaudern und können uns doch nicht abwenden. In der Gegenwart sind es dann Filme die zu Kassenschlagern werden, weil sie das Ende der Welt durch einen Meteoriteneinschlag, durch den Besuch von Außerirdischen oder durch andere Katastrophen ausmalen. Und wir schauen zu! Warum ist das so, dass wir uns wie die Frau in der Darstellung am Johannes-Turm auf der einen Seite abwenden und fliehen, auf der anderen magisch, fast schon erotisch angezogen werden von dem Schrecken, der uns blühen kann
Ein Versuch, es zu erklären, ist die Angst vor dem eigenen Tod. Diese Angst kennt jeder Mensch und versucht damit auf seine oder ihre eigene Art fertig zu werden. Dass wir sterben müssen ist eine Beleidigung unseres Lebenswillens und der Hoffnung auf eine Besserung. Da kann es leichter zu ertragen sein, wenn das Leben nicht so ganz normal weitergeht, nur ohne mich. 
Wenn alles vernichtet wird, dann kann man sich besser mit seinem Schicksal abfinden und dass man selbst sterblich ist. Das, was mich trifft, steht  auch allen anderen bevor und zwar nicht in einer irgendwie fernen Zukunft, sondern recht bald. Es geht um die Welt, wie wir sie kennen, und die Menschen, um die wir wissen. Wenn alles andere auch zugrunde geht, dann kann das ein Trost sein. Wenn man es sich aber genauer durchdenkt, spürt man aber, dass das nicht tröstlich ist, denn wir wollen ja nicht, dass alles endet. So bleibt uns nur, uns mit der eigenen Sterblichkeit abzufinden und damit zu leben. So wird die Apokalypse nicht zum Todesbild sondern zur Lebenshilfe.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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