Lust am Weltuntergang

Wir Menschen sind Wesen, die gerne nach vorne schauen und deren Leben und Streben von Hoffnung geprägt ist. Da verwundert es dann doch, dass wir uns sehr gerne mit Fantasien beschäftigen, die sich um das Ende der Welt und allen Lebens drehen. Das mag daher kommen, dass wir heute in der Lage sind, unsere Welt selbst zu zerstören, aber auch in frühen Zeiten hat das Ende der Welt die Menschen immer wieder fasziniert. Sie haben sich Geschichten darüber erzählt, wie die Welt enden wird. Da ist dann von großer Verzweiflung und vielfältigem Schrecken die Rede, wir schaudern und können uns doch nicht abwenden. In der Gegenwart sind es dann Filme die zu Kassenschlagern werden, weil sie das Ende der Welt durch einen Meteoriteneinschlag, durch den Besuch von Außerirdischen oder durch andere Katastrophen ausmalen. Und wir schauen zu! Warum ist das so, dass wir uns wie die Frau in der Darstellung am Johannes-Turm auf der einen Seite abwenden und fliehen, auf der anderen magisch, fast schon erotisch angezogen werden von dem Schrecken, der uns blühen kann
Ein Versuch, es zu erklären, ist die Angst vor dem eigenen Tod. Diese Angst kennt jeder Mensch und versucht damit auf seine oder ihre eigene Art fertig zu werden. Dass wir sterben müssen ist eine Beleidigung unseres Lebenswillens und der Hoffnung auf eine Besserung. Da kann es leichter zu ertragen sein, wenn das Leben nicht so ganz normal weitergeht, nur ohne mich. 
Wenn alles vernichtet wird, dann kann man sich besser mit seinem Schicksal abfinden und dass man selbst sterblich ist. Das, was mich trifft, steht  auch allen anderen bevor und zwar nicht in einer irgendwie fernen Zukunft, sondern recht bald. Es geht um die Welt, wie wir sie kennen, und die Menschen, um die wir wissen. Wenn alles andere auch zugrunde geht, dann kann das ein Trost sein. Wenn man es sich aber genauer durchdenkt, spürt man aber, dass das nicht tröstlich ist, denn wir wollen ja nicht, dass alles endet. So bleibt uns nur, uns mit der eigenen Sterblichkeit abzufinden und damit zu leben. So wird die Apokalypse nicht zum Todesbild sondern zur Lebenshilfe.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.