Was Propheten zu sagen haben

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Ein nachdenklicher Mensch, den wir an der Südseite des Elia-Turmes sehen. Es ist einer, der vom Propheten angesprochen wurde und jetzt auf der Suche nach der richtigen Antwort ist. Vorher hat er aber auch zu klären, ob dieser Prophet glaubwürdig ist und er seinen Worten trauen kann. Wir haben heute ein von der Bibel geprägtes Bild von Propheten. Wir sehen in ihnen diejenigen, die das Wort Gottes verkünden, die den Menschen und vor allem den Herrschenden ins Gewissen reden und für die gerechte Sache eintreten. Doch es gibt auch andere Propheten, denen wir nicht so leicht Glauben schenken. Am jüdischen Königshof gab es die sogenannten Hofpropheten, die vom König bezahlt wurden, um den Willen Gottes zu erraten und die Zukunft vorherzusagen. Ob deren Aussagen wirklich immer glaubwürdig waren oder nicht den eigenen Interessen gedient haben? »Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!« sagt das Sprichwort. Und es gibt die Propheten, die die Zukunft vorhersagen sollen, die einem Orakel gleich den Willen Gottes auslegen und den eigenen Unternehmungen einen guten Ausgang bestimmen sollen. Zu diesen gehören die Endzeitpropheten, die erbarmungslos den Untergang der Welt und allen Lebens prophezeien, die Vorhersagen darüber treffen, was mit den Menschen geschehen wird. 
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Einige dieser Propheten setzen auf die Einsicht derer, die ihr Leben neu bedenken, andere sehen nur den nahenden Untergang voraus, vor dem wir nur Angst haben müssen, aus dem es aber keine Rettung mehr gibt. Höchstens eine Erlösung nach dem Tod. Welche Botschaft ist jetzt die richtige? Jede Zeit hatte ihre eigenen Propheten und jede Zeit musste  ihre Antworten auf ihre Botschaft finden. So verändert sich die Botschaft der Propheten, es rücken andere Schwerpunkte in den Fokus, ihre Botschaft kann  je nach Zeit anders ausgelegt werden. Was zählt jetzt? Das, was wir im Gespräch miteinander für unsere Zeit herausfinden, denn Propheten sind nie eindeutig!
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
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