Bichöfliche Würden

Was macht man mit dieser Darstellung an der Mose-Treppe in der Autobahnkirche? Es löst bei mir die Assoziation zu Mitra und Bischofsstab aus. Ich kann da auch eine Brücke zum Abstieg in die Krypta sehen. Denn wer hinabsteigt, kommt zu dem, was Halt gibt und was Stand verleiht. Das sollte nach meinem Verständnis das Bischofsamt sein. Das Wort Bischof leitet sich vom altgriechischen Epikopos ab, was ursprünglich Aufseher, Hüter, Schützer und ähnliches bedeutete. Es war die Aufgabe eines Bischofs, einen bestimmten Bezirk zu verwalten, die Gemeinden zu organisieren und darauf zu achten, dass die Traditionen in rechter Weise weitergegeben wurden. Daraus leiteten sich im Lauf der Geschichte immer größere Machtbefugnisse ab, so dass sich Bischöfe sogar als weltliche Herrscher verstanden. Sie waren die Könige über ihr Reich und konnten schalten und walten, wie es ihnen beliebte. Sicherlich haben sie dabei einiges Gutes bewirkt, aber so wie andere Herrscher auch, viel Schaden und Unheil über ihre Gebiete gebracht und sie nach eigenem Gutdünken ausgebeutet. Zum Glück ist das nicht mehr das bischöfliche Amt von heute. Bischöfe tragen wohl noch die Insignien der Macht, aber sie können sie nicht mehr ao ausüben wie früher. Zwar herrscht immer noch ein Verständnis von monarchischer Alleinherrschaft vor, aber umsetzen lässt sich das nicht mehr. Deshalb ist es gut, sich auf die alten Begriffe zu besinnen. Dabei geht es nicht nur um die Amtsträger, sondern auch um die »Schäfchen«, denn auch sie haben das, was sie haben wollen.
Ein Verwalter und Aufseher herrscht nicht über die anvertrauten Ländereinen. Er schaut, dass alles gut läuft. Ab und zu, am besten regelmäßig, legt er Rechenschaft über
seine Tätigkeiten ab und lässt sich von denen, die er zu seiner Unterstützung eingesetzt hat, ebenfalls berichten. Gemeinsam vergewissert man sich dann über den Weg, den man weiter gehen wird, oder man sucht nach neuen Wegen, die die Gemeinschaft weiterbringen. Die Schwierigkeit besteht darin, nicht mit der Vergangenheit zu brechen und doch hoffnungsvoll nach vorne zu blicken. Hier kommt den »bischöflichen Würdenträgern« eine große Bedeutung zu: Sie stehen als Garanten für die Vergangenheit und noch mehr für die Zukunft. Sicher keine leichte Aufgabe, aber mit Gottes Hilfe leistbar.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.