Verhandlungsgeschick

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Wie setzt man die eigenen Interessen durch? Das geht wenn einem der angerichtete Schaden gleichgültig ist, ganz einfach mit Gewalt. Da gibt, wenn überhaupt nur einen Gewinner. Die moderne Politik versucht es auf andere Art und Weise. Auch in der Geschichte wurde eher nach einer friedlichen Lösung gesucht. Dabei gab es Menschen, die ein besonderes Geschick an den Tag gelegt haben, in Gesprächen gute Lösungen für alle Seiten zu finden. Solche Gesprächsrunden sind der Platz der Diplomaten. Sie sprechen und handeln, sie machen Angebote und sprechen Drohungen aus. Dabei sind sie nicht nur auf ihre Sprache angewiesen, sondern sie wissen auch um die Bedeutung von Symbolen, der Mimik und die Gesten, die sie einsetzen. An der Mosetreppe in der Autobahnkirche sehen wir einen solchen Diplomaten, der mit Händen und Füßen versucht, die Interessen des Volkes Israels klarzumachen und den Auszug aus der Sklaverei vorzubereiten. Bei diesem Emissär handelt es sich wahrscheinlich nicht um Mose, der selbst zugegeben hat, kein großer Redner zu sein. Es könnte sein Bruder Aaron sein, den Emil Wachter hier dargestellt hat.
Die Mission von Mose und Aaron hatte nicht viel Erfolg, Aarons Verhandlungsgeschick hat nicht viel gebracht. Selbst die Plagen, die Gott über Israel brachte, konnten den Pharao und Regierung in Ägypten nicht umstimmen. Dem Volk blieb da nur noch die stille und heimliche Flucht. Woran lag es, dass die Verhandlungen gescheitert sind? Waren die beiden zu undiplomatisch, dass es ihnen nicht gelungen ist, die Interessen der Israeliten durchzusetzen? 
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Waren die Ägypter zu sehr auf ihre Macht und ihre wirtschaftliche Kraft bedacht, dass sie den Verlust ihrer Sklaven so ohne weiteres verkraftet hätten? Wollte Gott mit seinem Wirken ein Exempel statuieren und seine Macht und Zuwendung an Israel zeigen? Wir wissen es nicht, Möglicherweise kamen viele Sachen zusammen. Wir wissen aber eines: Ähnliche Verhandlungen werden tagtäglich auf der Erde geführt, viele gelingen, manche scheitern. Doch immer liegt es an den Menschen, die das richtige Geschick mitbringen. Hoffentlich sind immer die richtigen Diplomaten am richtigen Platz und wissen, was zu tun und zu sagen ist. Auf dass es friedlicher auf der Welt werde!
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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