Glücklich davongekommen

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Diese Frau am Noah-Turm strahlt. Sie hat allen Grund dazu. Nur ein paar wenige Auserwählte haben die große Flut, die über die Erde gekommen ist, überlebt. Sie steht jetzt in der Reihe der Tiere und all derer, die sich über ihren zweiten Geburtstag freuen können. Dabei hat sie nur Glück gehabt. Wenn man der biblischen Erzählung folgt, dann wurde sie nur gerettet, weil sie eine Familienangehörige des Noah gewesen ist. Noah war der Gerechte, der von Gott gerettet werden sollte und damit auch alle, die zu seinem Hausstand gehörten. Doch reicht es auch, wenn man nur mit Glück überlebt hat? Fängt das schwierige Leben vielleicht jetzt erst richtig an? Es ist kein Geheimnis, dass man sich auf dem Glück der vergangenen Tage nicht ausruhen kann. Glück ist zerbrechlich und das, was sich als unverschämtes Glück erwiesen hat, kann zur unzumutbaren Herausforderungen werden. Wie oft zeigt, sich dass sich das Glück wandelt und sich in sein Gegenteil verkehrt. 
Die Situation des Neuanfangs nach der Sintflut trägt diese Zwiespältigkeit in sich. Die Freude über die Rettung und die Tatsache, überhaupt eine Chance für einen Neubeginn bekommen zu haben, darf sein. Sie gehört dazu. Man sollte sie auskosten, solange sie eben dauert. Und da bricht sich auch schon die andere Seite Bahn. Das Neue, das ansteht, birgt viele Gefahren bis dahin, dass es wieder so weit kommt, wie es vor der Flut gewesen ist. Das gilt es zu vermeiden. An dieser Stelle kommt Religion ins Spiel. 
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Nach der Flut richtet Gott den Regenbogen als Bundeszeichen auf. Das ist ein Symbol dafür, dass Gott nicht mehr strafend eingreift. Damit wird einer Hoffnung Ausdruck gegeben, dass es doch anders kommen wird. Und so verstanden kann das Glück dauern. Nicht nur nach hinten gewandt, dass man davongekommen ist, sondern dass es jetzt auch, getragen von der Hoffnung, sehr viel besser werden kann.  Wenn das kein Grund zur Freude ist, was dann? Wer aus dieser Vorfreude heraus lebt, kann nur glücklich sein und darf glücklich leben.
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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