Verzweiflung, Wut und Angst

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Wie reagieren wir auf schlechte Nachrichten, wenn unser Leben bedroht ist? Wir kennen verschiedene Phasen. Da ist beispielsweise das Nicht-Wahrhaben-Wollen, dann die Verzweiflung. Wut gehört dazu und das Erschrecken über das Unvermeidbare. Man kommt auch einmal zu dem Punkt, an dem man - notgedrungen oft - sein Schicksal akzeptiert und sich mit dem Unvermeidbaren abfindet. Doch das ist ein langer Weg. Auf jeden Fall braucht es immer eine lange Zeit der Auseinandersetzung, innerlich und im Gespräch mit anderen Menschen. Eines ist sicher: Eine perfekte Antwort gibt es nicht, jeder Mensch muss sie für sich finden und den je eigenen Weg durchlaufen, bei dem der eine oder andere Schritt ausfallen kann, bei dem man manchmal für einen Schritt sehr lange braucht. Am Johannes-Turm hat Emil Wachter eine Frau dargestellt, die dieses Gefühlschaos leibhaftig ausdrückt. Ein Arm schützend über den Kopf gehalten, den Körper abgewandt, das Gesicht in die andere Richtung zeigend, drückt sie den Widerstreit der Gefühle aus. Zwischen Agonie und Aktionismus sehen wir alles, was möglich ist. Wir spüren die Dynamik, die in diesen Prozessen steckt, von der man im Vorfeld nie weiß, wohin sie führen wird. 
Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden und gehen. Der- oder diejenige, die es mitbekommt, kann nur begleitend helfen, man kann sehr wenig dazu beitragen, außer dass man da ist und die Ratlosigkeit, die Angst und das Ringen um eine Antwort aushält. 
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Angst und Verzweiflung kann man nicht abnehmen, den Schrecken, der von außen an einen herangetragen wird, kann man nicht mindern, die Wut, die einem begegnet muss man aushalten, vielleicht auch mal dazu ermutigen. Es bleibt eine große Herausforderung für alle Beteiligten, wenn man selbst nicht mehr viel tun kann und sich ausgeliefert fühlt. Die Apokalypse als das letzte Szenario, das uns alle betreffen kann, ist dabei gar nicht so anders als die kleinen, privaten Weltuntergänge. Verzweiflung und Angst kommen gemeinsam vor und müssen ausgehalten werden. Das ist dann auch nichts Besonderes mehr, denn das ist uns nur zu vertraut.
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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