Mensch der Tat

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Was unterscheidet den Mensch vom Tier? Früher war man schnell mit der Antwort und sagte: Der Mensch kann zielgerichtet handeln, er kann Pläne schmieden und sie entsprechend umsetzen. Diese Ansicht gilt landläufig immer noch, aber mittlerweile wissen wir auch, dass Tiere zu strategischem Handeln durchaus fähig sind und dass somit die Grenzen zwischen Mensch und Tier eher verschwimmen. Die Fähigkeit, unsere Hände zu gebrauchen, ist ganz wichtig. Nicht umsonst sprechen wir ja von Handlungen. Das zeichnet uns Menschen aus, dass wir Taten verrichten können und über diese nachdenken und sie auch bewerten können. Wenn wir das tun, dann verwirklichen wir das, was in unserem Programm grundgelegt ist. Wir entwickeln auch Sympathien für Menschen, die anpacken, die etwas tun, weil es notwendend getan werden muss. Es ist gut, wenn Tatmenschen um uns herum sind, die uns mitreißen, und uns selbst dazu verleiten, aktiv zu werden.
Am Johannes-Turm stellt Emil Wachter einen Tatmenschen dar. Einer, der anpackt.  Vielleicht ist es Johannes der Täufer, vielleicht einer seiner Zuhörer, der von ihm angesteckt wurde. Vielleicht ist es auch einer, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und tut, was getan werden muss. Ein entschiedener Gesichtsausdruck, nicht nur der Blick weisen in eine bestimmte Richtung. Eine Hand packt kräftig zu und die andere ist ganz besonders. Wenn wir nachzählen, sehen wir, dass sie sechs Finger hat. War das nur ein Fehler des Künstlers oder steckt eine tiefere Absicht dahinter? Das wissen wir nicht. 
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Aber wenn Tatmenschen aktiv werden, dann geht das nur, wenn sie Grenzen überschreiten und wie hier aus fünf sechs machen, fünf gerade werden lassen. Das ist genauso wichtig wie das Anpacken und die Entscheidung dazu. Bestehende Einschränkungen werden überwunden. Ob das immer zum Guten gereicht, das entscheidet der Kopf und am Ende die Geschichte, die ihr Urteil darüber fällt. Ohne tatkräftiges Zupacken geht es aber nicht! Tun ist besser als perfekt.
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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