Versteh doch endlich!

Bilderwelt 351 ABK Johannes-Fries S - Versteh doch endlich 1zu5.jpg
Es ist gar nicht so einfach, anderen etwas beizubringen und sie zu überzeugen. Wenn man selbst davon überzeugt ist und die Materie verstanden hat, dann kann es funktionieren. Doch es ist schwer, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, was man selbst kaum richtig verstanden hat. Die Propheten im Ersten Testament wissen ein Lied davon zu singen. Johannes dem Täufer, dessen Geschichte im zweiten Testament ansatzweise beschrieben ist, ging es nicht anders. Trotz seiner Entschiedenheit und Ernsthaftigkeit, mit dem er seine Botschaft unter das Volk brachte, trotz seines rhetorischen Geschicks und seiner Körpersprache ist es ihm nicht gelungen, eine große Bewegung der Umkehr auszulösen. Einzelne sind ihm nachgefolgt, aber die große Masse, besonders die Regierenden haben seine Botshaft ignoriert. Im Gegenteil, sie wollten ihn mundtot machen  und vernichten. Das macht ihn zu einem Märtyrer für die gute Sache. Wurde seine Botschaft aber wirklich verstanden?
Gerade in spirituellen Fragen ist es schwer, eine gemeinsame Basis für die Verständigung zu finden. Wenn man sich über Glaubenssätze austauscht. Ist Streit vorprogrammiert. Sie helfen in der Regel nicht weiter, denn sie beschreiben etwas, das außerhalb von uns selbst liegt. Erst die leibhaftige Erfahrung, das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist, unsere Gefühle, unser Wissen und unsere Sehnsüchte machen dann etwas, das unser Leben verändern kann. Erst das gelungene Miteinander dieser drei Ebenen machen uns zu Menschen, die nach Sinn und Erfüllung, nach Heil und Vollendung streben. Bloßes Verstehen hilft uns da nicht weiter. Wenn es Johannes nicht gelingt, mit seiner Rede die Herzen, und wenn es gut läuft auch die Seelen der Menschen zu erreichen, dann kann er wirklich etwas bei ihnen verändern. 
Bilderwelt 351 Lageplan.jpg
Inwiefern ihm dabei seine Fähigkeiten der Rede und der Gestik helfen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir dürfen heute nicht den Fehler machen, seine Worte nur auf der Verstandesebene zu bedenken. Wir müssen sie auch in unser Herz hineinlassen, ihnen in unserer Seele Raum geben. Dann ist der letzte Schritt, von dem bis jetzt nur indirekt die Rede war, unser Handeln nicht mehr so, wie es vorher war. Denn erst im Handeln, in dem, was wir für unsere Nächsten und diese Erde tun, wird deutlich, wie Kopf, Herz und Seele zusammenspielen. Verstehen allein reicht da nicht aus.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.