Wort, das wirkt

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Diese eigenartige Darstellung finden wir an der Nordseite des Johannes-Turms. Emil Wachter hat sie neben ein Bildnis von Johannes, dem Täufer angebracht, der still und ruhig auf die Welt blickt. Man könnte darin eine Wolke und im Wind bewegte Luftmassen sehen. Sie stehen für das, was Johannes losgetreten hat. Seine Predigt, so zugespitzt sie auch war, hat etwas bewirkt. Sie hat ihn das Leben gekostet. Er hat die Menschen für das Wort Gottes geöffnet. Johannes hat die Welt verändert und seine Botschaft wirkt auch heute noch. Noch mehr als das, was er gepredigt hat, wirkt die Botschaft von Jesus, die wir als Wort Gottes bezeichnen. Auch dieses Wort ist wirkmächtig. Oft wird es mit einem Wind verglichen, der über die Erde weht und dem nichts Einhalt gebieten kann, ob es jetzt ein leises Säuseln ist oder ein mächtiger Sturm. Man kann sich zwar schützen und sich in die eigenen vier Wände zurückziehen, es lässt sich nicht aufhalten, man kann sich ihm nur entziehen. 
Das Bild mit dem Wind ist hilfreich, um unsere Widerstände gegen das Wort Gottes zu verstehen. Genaugenommen können wir ihm nicht ausweichen, der Anspruch besteht. Doch wir wissen nicht, ob es jetzt wirklich das Wort Gottes ist, das uns erreicht. Vielleicht ist es ja nur einer von vielen Geltungsansprüchen, die Tag für Tag an uns herangetragen werden. Es ist die Unterscheidung der Geister gefragt, die wir nur jede und jeder für sich vollziehen kann. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass es ernst gemeint ist und dass diese Anrede für uns göttlichen Charakter hat, dann sind wir noch lange nicht so weit, dass wir dieses Wort bedingungslos umsetzen und unser Leben danach ausrichten. 
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Wahrscheinlich braucht es viel Zeit, bis es wirken kann. Wenn wir reifen, wenn wir ständig diesem Wind ausgesetzt sind, wenn wir immer wieder damit konfrontiert werden, kommen wir zwangsläufig an den Punkt, zu erspüren, dass das Wort Gottes wirklich gewirkt hat und jetzt in uns und durch uns wirken kann. So verändert sich etwas in der Welt, so wird unsere Welt eine andere Das Wort Gottes wirkt. Wir müssen nur den Raum zum Wirken bereitstellen.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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