Lass die Kerzen flammen

Wenn es dunkel wird und gemütlich sein soll, zünden wir gerne Kerzen an. Ein gewöhnliches elektrisches Licht tut es dann nicht mehr. Eine Kerzenflamme strahlt Wärme aus. Das sanfte Licht erhellt den Raum nur dürftig. Gleich haben wir die besondere Stimmung, die wir wollen. Wenn wir Kerzen anzünden, treten wir in unsere Wohlfühlzone ein. Wir setzen Kerzen bewusst ein, weil wir nicht mehr wie die Menschen im vorindustriellen Zeitalter auf Kerzenlicht angewiesen sind. Es ist für fast schon eine Flucht in die gute alte Zeit, wir kommen mit einer Sehnsucht in Berührung, die mit Heimat, zuhause, Geborgenheit und Schutz zu tun hat.
Im Lied von den guten Mächten von Dietrich Bonhoeffer lautet die fünfte Strophe: » Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, die du in unsre Dunkelheit gebracht, führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.« Diese Beschreibung unserer Sehnsucht, die wir durch Kerzen ausdrücken, ist sehr eng mit unseren spirituellen Erwartungen und Bedürfnissen verbunden. Kerzen werden angezündet, um die Dunkelheit zu vertreiben, sie verbinden uns mit unserem Inneren, wenn sie die Wärme und die Stille in uns verbreiten. Auch ein kleines Licht leuchtet sehr weit und gibt Menschen eine Orientierung. Dort, wo dieses Licht brennt, ist jemand, der wartet. Das Licht leuchtet durch die Nacht hindurch. So brennen auch die Kerzen in der Westfront der Autobahnkirche. Sie sind nach Sonnenuntergang, in die Nacht hin ausgerichtet. 
Sie geben uns Orientierung und den Seelenfrieden, nach dem wir uns sehnen. Sie sind ein Zeichen von Verbundenheit. Nicht umsonst brennen auf unseren Friedhöfen viele Kerzen, die uns mit den Verstorbenen verbinden. Wenn Kerzen flammen, sind wir mit allen, den Lebenden und den Toten verbunden und daheim bei uns selbst.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.