Apostolin der Apostel

Sie war die erste Zeugin der Auferstehung Jesu und hat die frohe Kunde dem Jüngerkreis überbracht. Sie ist schon bei der Entdeckung des leeren Grabes am Morgen den anderen voraus und holt sie zum Grab. Später dann erscheint ihr Jesus und sie verwechselt ihn mit dem Gärtner. Als sie ihn dann doch erkennt, wird sie mit einem Auftrag zu den anderen geschickt: »Jesus sagte zu ihr: ›Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.‹ Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.« (Johannes 20,17-18) So ist sie in mehrfacher Hinsicht die erste, sie entdeckt das leere Grab, sie hat die erste Erscheinung des Auferstandenen und sie ist die erste, die die Botschaft der Auferweckung weitertragen kann und soll. Ob die Jünger ihr glauben, wird nicht ausdrücklich erwähnt, auf jeden Fall wollen Petrus und die anderen das leere Grab sehen. Die Erscheinung des Auferstandenen haben sie dann erst am Abend.
Dafür, dass Maria von Magdala im Johannes-Evangelium und in den anderen Evangelien zu den ersten gehört, die eine Begegnung mit dem Auferstandenen haben, wird ihr Anteil in der Verkündigung doch ziemlich kleingeredet. Liegt es daran, dass sie eine Frau ist? Ist ihr Glaubenszeugnis nicht verlässlich genug? Braucht es das Zeugnis der Apostel, um glaubwürdig zu sein? Natürlich nicht! Sie wurde zumindest von der Bibelwissenschaft in den letzten Jahrzehnten rehabilitiert und ihre Bedeutung für die Verkündigung der Osterbotschaft betont.
Sie ist die Apostolin der Apostel! Doch bei den Zeugnissen, die berichtet werden, taucht sie immer noch nicht so auf, wie es ihr zustehen würde. Wir können uns mit der Darstellung in der Krypta der Autobahnkirche mit ihr freuen, dass der Tod ihren Geliebten nicht vernichtet hat, sondern dass sie die große Liebe ihres Lebens immer noch als nahe erfährt. Wahrscheinlich kann nur eine wirklich liebende erfahren, was Auferweckung durch Gott bedeutet. Sie hat ihn mit ihren Augen gesehen. Das reicht ihr! Das ist ein Zeugnis, dem wir vertrauen können.
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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