Lebenssplitter

In der Autobahnkirche gibt es Fenster, die auf den ersten Blick dekorativen Zwecken dienen. In diese Bilder kann man eine Deutung hineinlegen, die ein schlüssiges Ganzes ergibt. Die beiden Farben Blau und Rot tauchen in den Fenstern immer dann auf, wenn es um das Irdische, die Welt mit den blauen Glasteilen und um das Leben, den Menschen, die Liebe und den Geist mit den roten Elementen geht. Auf blauen Untergrund sehen wir hier kleine rote Splitter. Auch wenn die roten Anteile in diesem Fenster gering sind, stechen sie doch sofort ins Auge, es geht nicht um das Blau, sondern um die kleinen roten Splitter, es geht letztlich nicht um die Erde und das Irdische, um die Materie, sondern um das Leben und den Geist, die wir sofort wahrnehmen. Beides zusammen, die Materie und das Leben, und wir sollten da auch den Geist ergänzen, ergeben zusammen das, was wir als Kosmos bezeichnen. Es ist die Welt in der wir leben und mit der wir leben.
Es sind die kleinen Splitter des Lebendigen, die um Aufmerksamkeit heischen. Es ist das Leben, um das sich alles dreht, und um das, was das Leben hervorbringt. Es sind die kleinen lebendigen Splitter, die dafür sorgen, dass es weitergeht. Doch auch der Hintergrund, auf dem das Leben entsteht, ist wichtig, denn er ist der Grund, aus dem heraus sich das Leben gebildet hat. Ohne den blauen Grund, ohne die Materie, haben die einzelnen roten Splitter keinen Halt und würden ins Bodenlose zusammenstürzen. Die blaue Welt, die Materie hat das Leben hervorgebracht. Sie gibt dem Leben Halt und Orientierung.
Jeder Splitter des Lebens, wie wir ihn wahrnehmen, ist Zeugnis einer Entwicklung über Jahrmilliarden. Im Leben spiegelt sich all das wider, was war. In dem, was ist, erahnen wir auch, was sein wird. Vor allem steht die Erkenntnis, dass in jedem Lebenssplitter, und sei er noch so klein, das ganze Leben aufscheint, in seiner ganzen Größe, Vielfalt und Einzigartigkeit. So erzählt auch mein Leben von dem, was von Anfang ist, was war und was kommen wird. Es lohnt sich also ein kleiner Splitter dieses Lebens zu sein!,
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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