Wenn Menschen gequält werden

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Es wäre schön, wenn wir nicht immer wieder darauf hinweisen, aber es ist eine traurige Wirklichkeit: Heute noch werden Menschen gequält, gefoltert, vergewaltigt und missbraucht. Immer dann, wenn Macht über andere dazu genutzt wird, den eigenen Vorteil durchzusetzen oder die Ziele einer politischen Clique, bleiben Menschen auf der Strecke. Es sind dann nicht nur die körperlichen Folgen unter denen die Opfer leiden. Die seelischen Verletzungen wiegen oft viel schwerer und werden ein Leben lang herumgetragen. Sinnbildlich für alle, die unter dem Missbrauch von Macht, die unter Ungerechtigkeit und Verfolgung leiden, steht diese Figur, die Emil Wachter am Freikreuz hinter der Autobahnkirche geschaffen hat. Ihr Schrei kommt vom Kreuz, sie trägt gleichsam das Kreuz, an dem Jesus hängt.
Durch die Medien sind wir heute sehr genau darüber informiert, was auf der Welt geschieht. Wir wissen, dass es Unrecht in fast jedem Winkel der Erde gibt. Auch unsere aufgeklärten Länder des Westens sind Orte, an denen Menschen leiden. Nicht zuletzt die Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche, einem Ort, an dem man dies nicht unbedingt erwartet hätte, benennt tausendfach betroffene Menschen. Wir möchten gerne wegschauen, wenn wir mit diesen Bildern konfrontiert werden. Das Kreuz vom Karfreitag holt uns immer wieder zurück. Wir können unsere Augen nicht verschließen. Das Kreuz provoziert. Wie deuten wir es angesichts des Leids, das Menschen einander antun? Das Kreuz ist das Erkennungszeichen der Christen.
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Es steht zunächst für den Tod Jesu, aber noch vielmehr für die Auferstehung, die Beendigung des Leidens. Wenn das Kreuz das Zeichen ist, unter dem sich die Christen versammeln, dann gehört auch der Schrei des gefesselten Menschen der Gegenwart unbedingt dazu. Vor allen anderen muss er erlöst werden, und zwar jetzt und hier, in diesem Leben! Heute geht es weniger um die individuelle Erlösung des Einzelnen, sondern um die Erlösung der ganzen Menschheit. Wir können erst von Erlösung reden, wenn diese Art von Leiden ausgerottet ist.
 
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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