Der Himmel- und Erde-Thron

Bilderwelt 251 ABK Fenster N - Regenbogenthron 1zu5.jpg
Manche Throne haben einen besonderen Namen, , und das nicht nur in der Fantasyliteratur. Der Thron des Schah von Persien war der »Pfauenthron«, der des chinesischen Kaisers der »Drachenthron« und auch der Papst residiert auf der »Cathedra Petri«. Alle diese Namen haben etwas mit dem Herrschaftsanspruch über ein Gebiet oder eine Sache zu tun. In der Antike hatten auch die Götter ihren Thron, auf den meist eine Abbildung des jeweiligen Gottes darauf gesetzt wurde. In mittelalterlichen Darstellungen residiert Gott oft auf einem Regenbogen als Thron, der das Bundeszeichen zwischen Gott und Noah aufgreift und die Herrschaft Gottes über den Himmel und die Erde festschreibt.
Alle diese Vorstellungen greift Emil Wachter auf, wenn er den leeren Thron in der nördlichen Fensterwand in der Autobahnkirche auf einen Bogen stellt. Doch diesmal ist es kein Regenbogen, auf dem Gott sitzt und der Thron selbst ist unbesetzt. Der Bogen hat nur drei Farben und deckt nicht das ganze Spektrum des Regenbogens ab. Mit Gold, Rot und Blau verwendet er die Farben, die am häufigsten in der Autobahnkirche Verwendung finden. Für den Raum des Göttlichen, den Himmel verwendet er Gold, für den Raum des Irdischen, das Blau und für das Leben, das Rot. Himmel und Erde bilden dabei gleichsam den Rahmen, für das Leben. Es hat beide Seiten, es ist geerdet und gehimmelt. Alles drei, Himmel, Erde und das Leben, stellen den Herrschaftsbereich Gottes dar. Gott als Schöpfer herrscht nicht nur über den Himmel und die Erde, sondern ist auch Herr über das Leben, das zwischen den beiden geborgen ist. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch, dass der rote Bogen zweigeteilt ist, anscheinend hat das Leben einen irdischen und einen göttlichen Bereich, fünf Glasfelder sind ungeteilt, dort kommen Himmel und Erde zusammen.
Bilderwelt 251 Lageplan.jpg
Diese Deutung ist umfassender als der Thron, der auf dem Bund mit Noah beruht oder der Herrschaftsanspruch, der mit einem Symbol oder einem Mythos begründet wird. Gott, als Herrscher, der nicht da ist, warum auch immer, hat den Anspruch, über den Himmel, die Erde und das Leben zu herrschen, es ist ein kosmischer Anspruch, den wir Menschen nur Gott zuschreiben können. Wir sehnen uns danach, dass Gott diese Herrschaft wahrnimmt.
 
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.