Ihr seid viel mehr wert

Wie kommen wir zu dem, was wir wirklich sind? Im Abschnitt über die wahre und die falsche Sorge bringt Jesu einen Vergleich, wie er besser nicht sein kann, und den wir heute noch viel interessanter finden können. Jesus sagt: »Seht euch die Lilien an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!« (Lukas 12,27-28) Wenn wir heute unsere Fähigkeiten beobachten, wenn es darum geht, die Natur zu kopieren, dann sind wir noch meilenweit davon entfernt, solche Kunstwerke zu schaffen, wie es eine einfache Lilie darstellt. Sicherlich können wir die Natur immer genauer abbilden und beschreiben, aber wir können nichts Lebendes schaffen, das annähernd so kunstvoll, genial und an die jeweilige Umwelt angepasst erscheint. Die Kunstwerke der Natur haben keinen hohen Stellenwert. Als Menschen sind wir, und da bezieht Jesus ganz klar Position, viel mehr wert als eine einfache Blume. Daraus resultiert unsere besondere Würde und ein Wert, der unermesslich ist.
Emil Wachter stellt diese Aussage am Johannes ganz einfach dar. Eine blühende Blume und eine, die verwelkt ist. Beides steht nebeneinander. Dem gegenüber steht der Beobachter, der sich selbst erkennt: »Ich bin so viel mehr wert als so eine einfache Blume, die selbst wertvoller und prächtiger ist als alles, was Menschen schaffen können.« Können wir uns das so zusagen? Gelingt es uns, das den Menschen zu sagen, denen wir begegnen?
In der Darstellung sind zwei frei Felder, ob wir da noch weitere Beispiele brauchen oder wir uns und unsere Nächsten hineinschreiben, bleibt uns überlassen. Wir können lernen, diese Würde, die Jesus uns zusagt, muss angenommen und gepflegt werden. Am besten sagen wir uns immer wieder einmal selbstbewusst vor: »Ich bin es wert, dass Gott mich anschaut. Ich bin es wert, geliebt zu werden. Ich bin es wert, dass ich sein kann, so wie ich bin.« Mehr geht nicht!
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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