Wo läufst du hin?

Bilderwelt 239 ABK Elia-Turm N Isebells Beine 1zu5.jpg
Wir haben ein Ziel vor Augen und darauf bewegen wir uns zu. Das Bild vom einfachen Gehen ist wieder modern geworden Aber ist es wirklich noch Ausdruck unseres Lebensgefühl oder steht es nicht vielmehr für die Unruhe, die uns tagtäglich umtreibt und der wir kaum etwas entgegensetzen können? Mobilität ist nicht umsonst ein Schlagwort unserer Zeit. Ja, wir sind unterwegs, aber meistens ohne dass wir genau wissen, wohin. Es hat sich eingebürgert, die alte Pilgerweisheit zu zitieren, die sagt: »Der Weg ist das Ziel!« Das klingt gut, hilft aber nicht viel weiter. Wir machen damit aus der Ziellosigkeit eine Tugend und geben dem Ganzen noch einen spirituellen Anstrich. Selbst wenn ich das Augenmerk auf das Gehen an sich lege, bewege ich mich auf ein Ziel zu. Nur so haben auch die vielen Pilgerwege einen Sinn.
An der Westseite vom Elia-Turm sehen wir die Beine der wunderschönen Isebel, seinerzeit Königin in Israel, Ehefrau des Königs Ahab und mächtige Gegenspielerin des Propheten Elia. Sie ist unterwegs, sie geht, Emil Wachter stellt sie dar auf ihre Beine reduziert. Sie steht für diese ziellose Suche, das Ausüben von Macht und auch für das klägliche Scheitern. Wer nur hetzt und unterwegs ist, ob im Guten oder wie sie im Bösen, kommt nirgendwo an. Man kann ihr den Vers von Angelus Silesius aus dem Cherubinischen Wandersmann entgegenhalten: »Halt an, wo läufst du hin? Der Himmel ist in dir. Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.« (Angelus Silesius, Cherubinischer Wandersmann, Buch I, Vers 82) Solang wir uns nur auf das äußerliche Gehen, das Vorwärtskommen beschränken, kommen wir nirgendwo an, auch nicht auf dem Weg, der das Ziel sein soll.
Bilderwelt 239 Lageplan.jpg
Mobil sein reicht nicht aus! Wir müssen lernen, dass das, was wir suchen, nicht außen liegt, sondern tief in uns drinnen. Dann ist das Ziel nicht mehr wichtig aber auch nicht mehr der Weg. Dann bin ich immer bei mir, wenn ich den Himmel in mir drinnen finde und ihn als Teil von mir erfahre. Wenn ich unterwegs bin, kann ich diese Erfahrung machen, aber auch dann, wenn ich zur Ruhe gekommen bin. Es kommt nicht auf das Gehen an, sondern auf die Wendung nach innen. Und die geschieht, wenn ich mir die Ruhe gönne, wenn ich aus allem Unterwegs-Sein aussteige. Nur so komm ich zu mir und ans Ziel.
 
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.