Plagegeister

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Als der Pharao das Bittgesuch von Moses und Aaron abgelehnt hatte, wird das ganze Land von sieben Plagen heimgesucht. Die vierte davon waren Stechmücken: »12 Darauf sprach der HERR zu Mose: Sag zu Aaron: Streck deinen Stab aus und schlag damit auf den Staub der Erde! Im ganzen Land Ägypten sollen daraus Stechmücken werden. 13 Sie taten es. Aaron streckte die Hand aus und schlug mit seinem Stab auf den Staub der Erde. Da wurden Stechmücken daraus, die sich auf Mensch und Vieh setzten. Aller Staub der Erde wurde zu Stechmücken im ganzen Land Ägypten. 14 Die Wahrsager versuchten mit Hilfe ihrer Zauberkunst ebenfalls Stechmücken hervorzubringen, konnten es aber nicht. Die Stechmücken saßen auf Mensch und Vieh. 15 Da sagten die Wahrsager zum Pharao: Das ist der Finger Gottes. Doch das Herz des Pharao blieb hart und er hörte nicht auf sie. So hatte es der HERR vorausgesagt.« (Exodus 8,12-15, Übersetzung Einheitsübersetzung 2016)
Wir wissen alle, dass Mücken eine wirkliche Plage sein können. Sie verursachen Schmerz und sie rauben uns den Schlaf. Niemand hört gerne das helle Sirren, wenn man im Bett liegt. Natürlich kann man sich darüber streiten, warum es sie gibt, denn wir brauchen sie sicherlich nicht! Auf diese Plagegeister kann man getrost verzichten. In der Erzählung hat sie Gott geschickt, um den Pharao zu strafen, obwohl Gott weiß, dass auch diese vierte Plage nichts bewirken wird. Der Pharao lässt sich anscheinend nicht erpressen. Und so nimmt das Geschehen seinen Lauf, weitere Plagen folgen.
Wir haben heute andere Erklärungen, wenn die Natur ihr für uns hässliches Gesicht zeigt. In begrenztem Maß können wir darauf Einfluss nehmen und die Folgen von Mückenplagen und anderen Unbilden der Natur begrenzen. Ganz verhindern können wir sie nicht. Wir wissen auch, dass sie zum Teil auch durch unseren Umgang mit der Natur verursacht sind.
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Die Plage bleibt und damit eine Frage: Hat Gott die Finger im Spiel? Kommen Plagegeister als solche in Gottes Schöpfungsplan vor? Wahrscheinlich haben auch die Stechmücken ihre Funktion in der großen Kette des Seins. Sie gab es schon lange, bevor der Mensch auf die Erde kam. Und es wird sie lange nach uns geben. Unsere Sichtweise, die sich nur um unser Wohlergehen dreht und darum, dass wir im Mittelpunkt stehen, ordnet alles unseren Bedürfnissen unter. Dann vergessen wir, dass es noch einen größeren Sinn hinter allem gibt. Ob wir den jetzt verstehen oder nicht. Dann bleibt nur Aushalten übrig.
 
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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