Wer weiß, wie ich heiß?

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Namen sind nicht Schall und Rauch, im Gegenteil, denn erst wenn ich weiß, wie jemand heißt, dann kann ich mit ihm besser in Kontakt kommen. Beziehung ist dann gut möglich, wenn ich den Namen meines Gegenübers kenne. Eine Botschaft kann ich besser übermitteln, wenn ich weiß und sagen kann, in wessen Name ich auftrete. So ist es naheliegend, wenn Mose am brennenden Dornbusch fragt, wie der Gott Abrahams, Isaak und Jakobs heißt, der das Volk Israel in die Freiheit führen will. Es reicht nicht aus, die Geschichte zu kennen, sondern ich muss auch wissen, mit wem ich es zu tun habe. So offenbart sich Gott dem Mose: »Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen sagen? Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt. Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer und so wird man mich anrufen von Geschlecht zu Geschlecht.« (Exodus 3,13-15) Dieser Gottesname ist schwer zu übersetzen. Schon in der ursprünglichen Form schwingen ganz unterschiedliche Aussagen mit. Die vier Buchstaben JHWH beschreiben die Wirklichkeit der Gegenwart Gottes, aber wie diese sich äußert, darüber wird nichts gesagt. Gott ist da, diese Aussage muss reichen.
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Wer einen Namen kennt, hat Macht über einen anderen und kann ihn anrufen. Die magische Bedeutung spielt nicht nur in Religionen einen große Rolle. Wir kennen viele Geschichten, in denen es darum geht, Namen zu erraten und die Kenntnis des Namens löst ein Rätsel auf. Mit den vier Buchstaben JHWH wird ein Geheimnis gelüftet und ein noch viel größeres aufgezeigt. So groß, dass dieser Name in der jüdischen Tradition nicht ausgesprochen werden darf, denn über Gott sollen wir nicht verfügen. So bleibt Gott offenbart und doch dem Zugriff der Menschen entzogen. Am Mose-Turm sehen wir diese vier Buchstaben von rechts nach links gelesen, aber sie geben keine Antwort, sondern stellen erneut die Frage: Wer bist du, Gott?
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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