Jerusalem, du Stadt des Friedens

Bilderwelt 225 ABK Fenster O - Jerusalem 1zu10.jpg
Jerusalem ist eine der ältesten Ansiedlungen der Menschheit. Jerusalem ist aber auch eine der Städte, die im Lauf der Geschichte immer wieder im Brennpunkt des Interesses gestanden ist. Und Jerusalem ist auch die Stadt, die am meisten von verschiedenen Religionen profitiert und unter den Konflikten, die diese Religionen mit sich brachten, gelitten hat. Der Zion als Ziel des Volkes Israels nach dem Auszug aus Ägypten, der Ort des Tempels und Heilsversprechen für ein Volk, der Ort des Wirkens, des Todes und der Auferstehung Jesu, der Ort, an dem die Kirche geboren wurde, der Ort, von dem Mohammed in den Himmel aufgefahren ist, das Ziel der Kreuzzüge und Sehnsuchtsort für Millionen Menschen durch die Jahrhunderte, der Ort, der auch heute die Nachrichten bestimmt im Streit zwischen Israelis und Palästinensern. Die Liste ließe sich beliebig erweitern.
Eine Stadt, die so umstritten und umkämpft war, braucht ein neues Programm. Wenn man nicht dabei ansetzt, was an Kriegen geführt wird und worum gestritten wird, sondern daran, was aus dieser Stadt an Lebendigkeit und Inspiration ausgegangen ist, dann könnte sich daraus ein neues Verständnis entwickeln. Dann wird Jerusalem zu einer Stadt des Friedens. Das geschieht nicht von allein und Beschwörungen, wie sie die Apokalypse bereithält, die vom himmlischen Jerusalem spricht, helfen da nicht weiter. Auch nicht immer neue Verhandlungen, deren Ergebnis das Papier nicht wert ist, auf dem sie festgehalten werden.
Bilderwelt 225 Lageplan.jpg
Es sind vielleicht die Bilder, die wir im Kopf haben, wenn wir von einem himmlischen Jerusalem träumen, so wie es Emil Wachter mit dem Fenster in der Autobahnkirche tut. Es könnte der Traum einer Stadt des Friedens sein, in der Menschen unterschiedlichen Glaubens zusammenkommen und beten. Es könnte ja ein Ort sein, an dem Menschen sich treffen, ohne diesen Ort exklusiv für sich zu reklamieren, sondern an dem alle gleichberechtigt ihre Gebete sprechen können. Es könnte ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen, die sich um die Zukunft der Welt sorgen, und nicht Rache nehmen für das, was in der Vergangenheit geschehen ist. Eine Stadt des Friedens könnte ein Vision für Jerusalem heute sein.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 02.06.2026
Kontemplation
Di. 09.06.2026
Kontemplation
Di. 16.06.2026
Kontemplation
Di. 23.06.2026
Kontemplation
Di. 30.06.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.