Gekreuztes Leben

»Schließe ab mit dem was war, sei glücklich mit dem was ist und offen für das was kommt. Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede.« So lautet ein Sinnspruch, der immer wieder gepostet und besonders mit dem letzten Satz auf Karten gedruckt wird. Es wird die Erfahrung ausgedrückt, wie unser Leben bedingt ist durch das, was wir erlebt haben, was uns geprägt hat. Diese Erlebnisse sind Vergangenheit. Wir können sie nicht mehr ändern, doch sie bleiben uns in der Erinnerung erhalten. Wie das geschieht, das liegt viel an uns selbst. Unser Leben ist aber auch auf Zukunft hin angelegt. Wir wissen nicht, was kommt. Die beste Haltung, mit der wir dieser Zukunft begegnen können, ist Offenheit, weil das, was auf uns zukommt, auch offen ist. Und die Gegenwart, in der Vergangenheit und Zukunft sich kreuzen, ist der Ort, an dem wir leben und hoffentlich auch glücklich sind. Leben findet nur in der Gegenwart statt, ganz gleich, wie es passiert.
Am rechten der drei Sitze hinter dem Altar in der Autobahnkirche sehen wir die Kombination, die dies ausdrückt. Emil Wachter bringt immer wieder Lebensbäume ins Spiel, die für all das stehen, was das Leben ausmacht. Und im Kreuz, dem christlichen Symbol kommen Vergangenheit und Zukunft zusammen. Dieses Kreuz steht auf einem lebendigen Grund, aus dem es entspringt. Das Leben ist nicht immer einfach. Ob es schön ist, darüber können wir streiten. Blickt man auf größere Zeiträume, dann mögen wir vielleicht Schönheiten entdecken, von denen wir zehren.
Wir können auch die ganz kleinen Glücksmomente betrachten, in denen wir uns selbst spüren, in denen wir erfahren, dass wir lebendig sind und vor allem wie. Diese Augenblicke sind flüchtig und ganz schnell vorbei. Recht schnell kommen wieder andere Dimensionen dazu. Schmerz und Leid, Trauer und Tod, Angst und Unzufriedenheit, Hass und Neid. Da fallen uns viele Dinge ein, die alles andere als schön sind. Wenn wir nun versuchen, das weniger schöne beiseite zu stellen, auf die Seite, mit der wir lernen müssen zu leben, dann bleibt die andere Seite frei, auf der wir die Schönheit des Lebens erfahren können. Das ist nicht so einfach, wie es klingt. Doch es gibt sie. Es lohnt es sich, ihr nachzuspüren.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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