Gott am Kreuz

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Die Kreuzesdarstellung im Fenster an der Westfront der Autobahnkirche ist von Emil Wachter als vielschichtiges Werk gestaltet. Er dabei auch Anleihen bei anderen Künstlern gemacht und deren Themen neu ausgestaltet. So springt zunächst Jesus als der Gekreuzigte in den Blick. In ihm erkennen wir den Menschen, der er war. Seine blutenden Arme sind am schwarzen Kreuzesbalken festgenagelt. Das Schwarz ist in den Fenstern eine immer wiederkehrende Farbe. Es ist das Schwarz der Betonfassungen der einzelnen kleinen Glaselemente. Aber es ist mehr Schwarz vorhanden als wirklich notwendig wäre. Es hätte ja viel mehr Glas sein können, wie man es bei anderen Kirchenfenstern von Emil Wachter sieht. Es steht wohl für alles Irdische im leben, das, was uns festhält und umschließt, für alles Leid und allen Schmerz der Welt. In dieser Fensterfront, nicht nur im Kreuzigungsfenster, kommt schwarz sehr häufig vor.
Über dem Gesicht von Jesus sehen wir ein goldenes Gesicht, das auch wieder den Kreuzesbalken aufnimmt. Gold steht für Gott und göttliche Gegenwart. Mit Jesus ist auch Gott ans Kreuz geschlagen worden. In der Kunstgeschichte finden wir immer Darstellungen, in denen Gott über dem Kreuz zu sehen ist, aber nicht so, dass Gott auch am Kreuz selbst hängt.
Der Kopf von Jesus ist von einem roten Balken umgeben. In der Liturgie ist Rot die Farbe der heiligen Geistkraft und erinnert an die Feuerzungen von Pfingsten. Auch diese ist ans Kreuz geschlagen und drückt damit aus, dass Gott in drei Personen am Kreuz hängt.
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Der Bogen, der als Bundeszeichen über allem schwebt fasst diesen Teilbereich zusammen. Mit dieser Darstellung bringt Emil Wachter zum Ausdruck, dass Gott am Kreuz gestorben ist und zwar nicht nur Jesus, sondern Gott in drei Personen. Alles, was wir als Gott kennen, ist gekreuzigt und am Kreuz gestorben! Eine Darstellung, die nachdenklich macht und die zum Denken anregt!
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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