Schau hin und handle

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Wer über die Nordseite die Autobahnkirche betritt, öffnet das Portal mit einem Griff, auf dem zwei Augen und eine Hand abgebildet sind. Es ist eine Aufforderung hinzuschauen und tätig zu werden. In unserer Zeit beschränken wir uns allzu oft auf das Sehen. Durch die modernen Medien sind wir in der guten Lage, dass wir ganz viel sehen und erleben können. Wir bekommen in kürzester Zeit alles mit, was auf der Erde und um uns herum passiert. Wir sind rundherum informiert und können von der gemütlichen Couch aus auf den Bildschirm blicken und sehen, wie an anderen Orten Menschen mit einer Katastrophe kämpfen, wie sie vor Waffengewalt fliehen, wie sie sich gegen Unterdrücker und Ungerechtigkeit wehren oder wie sie mit Waffen ermordet werden. Wir können das alles sehen.
Das Schlimme dabei ist, dass wir uns an diese Bilder gewöhnen, wir sehnen uns fast schon nach dieser Art von Nachrichten und lassen sie in unser Bewusstsein einsinken. Wir merken dabei kaum, wie wir diese Bilder brauchen, um gut unterhalten zu sein. Der Schrecken, so lange er uns nicht selber trifft, ist gut zu ertragen. Wenn es gar zu schlimm wird, kann ich ja den Kanal wechseln. Wir werden aber auch lethargisch. Wir können nicht eingreifen, wir sind ohnmächtig. Das, was geschieht, geschieht. Ich kann es nicht ändern, geschweige denn verhindern. Wir glauben, dass wir so vieles tun können und merken doch, wie sehr uns die Hände gebunden sind.
Das Bild an der Elia-Tür sagt uns etwas anderes. Es fordert auf, richtig hinzuschauen. Wir sollen das, was passiert, im besten Sinn des Wortes wahrnehmen. Das, was geschieht, ist die Wirklichkeit, die uns herausfordert, der wir uns stellen müssen.
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Wenn Du es wahrgenommen hast, dann nutze deine Hände. Nicht, um damit die Augen zu verschließen oder sie in den Schoß zu legen. sondern um aktiv zu werden. Wie kann ich mit meinen begrenzten Möglichkeiten aktiv werden, um Leid und Unglück zu verhindern oder um die Lebenssituation von Menschen zu verändern. Nicht umsonst stehen diese beiden Motive an einer Kirchentür. Wer diese Tür öffnet, soll mit offenen Augen und tätigen Händen in der Welt leben und hier eintreten.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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