Kinder sind die Zukunft

Immer wenn ein Kind zur Welt kommt, dann sind die Menschen glücklich. Eltern haben das Leben weitergegeben, Großeltern sehen, dass das Leben, das aus ihnen entsprungen ist, weitere Früchte getragen hat. Kaum ein Ereignis im Leben eines Menschen setzt so viel Hoffnung frei. Selbst wenn es schwierige Umstände waren, unter denen neues Leben gezeugt und geboren wurde, strahlt Hoffnung auf. Mit diesem Menschen beginnt etwas Neues mit allen Chancen und Risiken, die damit verbunden sind. Kinder sind die Zukunft!
Deshalb tauchen sie auch am Noah-Turm auf. Emil Wachter hat sie zwischen die freudigen Tiere, die die Arche verlassen, gesetzt. Sie laufen, spielen und freuen sich. Man sieht förmlich, wie sie vor Energie strotzen. Und sie sind die Zukunft, denn ohne sie geht das Leben nicht weiter. Die Menschheit wurde immer wieder von Katastrophen heimgesucht, ob es nun von der Natur oder vom Menschen ausgelöste waren. Es wurden trotzdem Kinder geboren, auch wenn die Umstände nicht so gut waren. Sie haben dann sicherlich nicht die besten Startbedingungen vorgefunden, aber sie hatten ja keine andere Wahl, als das Leben in die Hand zu nehmen und so gut wie möglich zu gestalten. Und dann selbst dieses Leben weiterzugeben. Mit Kindern bekommt die Zukunft eine Gestalt und ein Gesicht, sie bekommt Hände, mit denen kreativ geschaffen wird. Sie bekommt Füße, die Unbekanntes erkunden können. Sie bekommt Köpfe, in denen Ungedachtes eine Form bekommt. Sie bekommt ein Herz, das Beziehung sucht und Nähe untereinander stiftet. Sie bekommt eine Seele, die sich dem Unfassbaren stellt.
Und die Zukunft bekommt einen Geist, mit dem liebevoll auf die Welt und die Menschheit geschaut werden kann. Der Wunsch von Eltern ist immer der, dass es die Kinder einmal besser haben sollen. Dafür arbeiten Eltern. Vielleicht sollten wir unseren Kindern einen Wunsch mitgeben, damit sie eine Zukunft haben und die Erde weiterbesteht: Versucht es besser zu machen, als wir es schon versucht haben.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
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