Aufbrechen

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Die Katastrophe ist vorbei, die Flut, die die Erde und die Menschheit heimgesucht und vernichtet hat, ist zurückgegangen. Noah ist mit der Arche am Berg Ararat gestrandet, jetzt kann das Leben neu beginnen. Die Menschen und Tiere verlassen die Arche und beginnen wieder, ihre Spuren auf der Erde zu hinterlassen. So kann man dieses Motiv von der Nordseite des Noah-Turmes an der Autobahnkirche mit wenigen Worten deuten. Das Symbol für den Aufbruch, das Emil Wachter findet, sind die Fußspuren, die die Menschen hinterlassen. Es gibt für einen Neuanfang kein besseres Zeichen als Fußspuren im unberührten Sand.
Doch ist das nicht schon wieder der Anfang vom Ende? Der Mensch schafft es (natürlich) wieder, die Erde zu zerstören, seiner ursprünglichen Berufung untreu zu werden und alles falsch zu machen, was er nur falsch machen kann. Ob das nun zwangsläufig so sein muss, ist nicht gesagt, aber die Erfahrung scheint zu lehren, dass die Menschheit nicht besser geworden ist. Zumindest scheint es so. Doch das ist nicht der Fall. Trotz vieler Rückschläge ist der Mensch vorwärtsgeschritten. Sicherlich zu einem hohen Preis, den die Erde, die Natur und auch die Menschheit bezahlt hat, aber es hat sich verbessert. Die Sintflut, die im Ersten Testament beschrieben wird, beschreibt solch einen Wendepunkt, an dem sich das Schicksal der Menschheit entscheidet. Danach kann es nach großen Opfern wieder weitergehen, auf jeden Fall anders wie bisher. Jeder Neuanfang birgt die Gefahr in sich, dass es wieder schief gehen kann. Es ist gibt keine Garantie auf Glück und Gelingen, Scheitern gehört wohl genauso dazu. Doch wenn der Neuanfang nicht gewagt wird, dann ist die Möglichkeit, es anders zu probieren, auch nicht gegeben.
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Aus der Angst heraus, dass es wieder nichts wird, kann man es bleiben lassen. Oder man geht mutig den ersten Schritt, und dann erst den nächsten. Der erste Schritt ist wichtig, dann der nächste und so weiter. Und noch etwas kommt dazu: Jeder Schritt hinterlässt Spuren. Wenn ich nicht bereit bin, Spuren zu hinterlassen, dann gibt es keinen Aufbruch. Was aus dem ersten Schritt werden kann, das zeigen dann die nächsten. Auch die hinterlassenen Spuren. Und so geht es weiter, bis in alle Ewigkeit und hoffentlich zu einem guten Ziel und Ende. Wage den Aufbruch und tue den ersten Schritt.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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