Zwischen Chaos und Ordnung

Wenn man die Autobahnkirche betritt, dann fällt der Blick sofort auf das Lamm Gottes, das zentral im Westfenster zu sehen ist. Es ist eingerahmt von goldenen Glaselementen, die eine besondere Anordnung zeigen. Auf der rechten Seite hat Emil Wachter sie geordnet, so dass kleine goldene Diamanten erscheinen. Dieser geordneten Struktur widerspricht die auf der linken Seite. Dort tauchen zwar auch einzelne Diamanten auf, aber man sieht auch mehr Unordnung, andere Farben und Formen, bis hin zu größeren schwarzen Flächen. Auch wenn das Lamm in der Mitte den Blick auf sich zieht, diese gestalteten Elemente geben dem Lamm den entsprechenden Rahmen.
Zwischen Chaos und Ordnung steht es als Ruhepol. Das ist eine wichtige Botschaft für unsere Zeit. Wenn wir zwischen Alltag und Festzeiten, zwischen geordneten Verhältnissen und unruhigen Veränderungen hin und herpendeln, hilft es, den Blick auf das Dazwischen zu lenken. Dort steht das Lamm aus der Offenbarung, das Symbol für Jesus Christus. Es verspricht einen Ausgleich zwischen den sich widersprechenden Gegebenheiten des Lebens. In der Wissenschaft wird der Streit geführt, was denn nun der Normalzustand sei, Chaos oder Ordnung. Die meisten entscheiden sich für das Prinzip des Chaos, weil Ordnung zu instabil ist. Die Offenbarung sagt etwas anderes und entscheidet sich für keine der beiden Seiten. Es ist der Glaube, die Religion, die Spiritualität würde man heute sagen, die beides vermittelt. Aus dem Chaos wird das positive gezogen und auch aus der Ordnung. Keine Seite wird bevorzugt.
Der Blick wird auf das zentrale Glaubenssymbol gezogen, auf Jesus Christus. Emil Wachter hilft uns, dass wir im unbewussten Betrachten das Entscheidende von alleine finden. Wir können diese Aussage für uns und unser Leben mitnehmen und für uns die Frage stellen: Wenn hier in der Autobahnkirche Chaos und Ordnung durch Jesus Christus vermittelt werden, wie schaffe ich das in meinem Leben? Kann ich Chaos und Ordnung für mich in Einklang bringen? Hoffentlich!
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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