Überleben in der Nussschale

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Als die Autobahnkirche gebaut und das Außengelände Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts geplant und angelegt wurden, waren die Veröffentlichungen des Club of Rome über die Zerstörung der Erde und Vernichtung der Lebensgrundlagen für die Menschheit in aller Munde. Zum ersten Mal stellte sich die Frage, wie die Menschen überleben können angesichts der vielfältigen Bedrohungen neben der ständigen Angst vor einem dritten Weltkrieg. Erstmals war es in des Bewusstsein gekommen, dass die größte Bedrohung für den Menschen der Mensch selbst ist. Seither wird darüber gestritten, wie diese Ergebnisse interpretiert werden müssen und was die Menschheit unternehmen kann. Emil Wachter hat am Noah-Turm dafür ein Bild geschaffen, dass diese Bedrohung zeigt. Zwei Menschen streiten in einem kleinen Boot, das nur ihnen Platz bietet, um den rechten Kurs. Ob und wie sie in dieser Nussschale überleben können, ist nicht gezeigt. Aber der Streit bringt sie nicht weiter. Warum können sie nicht gemeinsam in eine Richtung rudern? Warum bleiben sie beim Reden?
Wie kaum eine Darstellung ist dieses Symbol heute aktueller als je zuvor. Zwar haben sich die ersten Befürchtungen des Club of Rome so nicht bestätigt, aber die heutigen Aussichten sind kein bisschen besser, im Gegenteil, sie sind noch düsterer geworden und die Ebenen haben sich verschoben. Waren in den siebziger Jahren die Endlichkeit der Ressourcen im Vordergrund gestanden, so sind es heute die Zerstörungen, die der Mensch der Erde antut. Der Klimawandel wird spürbar.
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Vernichtete Lebensräume, unwiederbringlicher Verlust von Tier- und Pflanzenarten, die aussterben, die Bedrohung durch Kriege und die Wanderungsbewegungen, die dadurch ausgelöst werden, machen Angst. Natürlich wird auch heute auf weltweiten Konferenzen um Lösungen gerungen, doch ob es bald Lösungen gibt ist fraglich. Vielleicht hilft das Bewusstsein, dass wir in unserer kleinen Nussschale anfangen müssen, zu rudern. Nur so überleben wir.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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