In den Himmel entrückt

In der Religionsgeschichte taucht das Motiv der Entrückung in den Himmel immer wieder auf. Es ist eine besondere Auszeichnung für diejenigen, die sich um die Sache verdient gemacht haben. Manchmal erscheinen diese Personen als Sternbilder wieder, oft sitzen sie unsterblich im Kreis der Götter im Himmel. Im jüdisch-christlichen Kulturkreis werden sie in den Himmel aufgenommen und zwar bei lebendigem Leib, so dass ihre Existenz auf einer anderen Ebene fortdauert.
Der Prophet Elia ist einer der wenigen, von dem das berichtet wird. Er geht mit seinen Schülern zum Jordan und nimmt, nachdem er mit seinem Mantel das Wasser geteilt hat, nur Elischa mit auf die andere Seite hinüber. Dort verabschiedet er sich von Elischa: »Während sie miteinander gingen und redeten, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Elija fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.« (2 Könige 2,11) Ab diesem Moment gilt Elia als verschwunden. Sein Leichnam wird nie gefunden und seine Nachfolger trauern auch nicht um ihn. Folglich, so die Legende, wurde er lebendig in den Himmel aufgenommen. In der jüdischen Welt wird seine Wiederkunft als Vorläufer des Messias erwartet.
Eine wunderbare Erzählung, die für uns moderne Menschen schwer nachvollziehbar ist. Ob wir dabei auch an die Himmelfahrt Jesu oder die leibhaftige Aufnahme Mariens in den Himmel denken, immer kommen uns Zweifel an der Darstellung eines solchen Geschehens.
Das ist berechtigt, und doch haben Geschichten eine wichtige Erkenntnis für uns. Wenn ein Mensch lebendig in den Himmel aufgenommen ist, dann haben wir durch ihn eine lebendige Verbindung zu Gott. Sie treten als Mittler zwischen Gott und den Menschen auf. Sie festigen die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Diese Erzählungen sind Heilsgeschichten, weil sie zeigen, was jede und jeder von uns erreichen kann: Ganz bei Gott sein, so lebendig, wie er oder sie jetzt ist.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 09.06.2026
Kontemplation
Di. 16.06.2026
Kontemplation
Di. 23.06.2026
Kontemplation
Di. 30.06.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.