Goldener Baum

Wie spricht man von der Gegenwart Gottes? Am besten gar nicht. Wir können mit Worten nicht sagen, was Gott ist und auch nicht, wie sich die Nähe Gottes zeigt. Selbst wenn wir es erfahren, wir können es nicht ausdrücken, weil uns dazu schlicht und ergreifend die Worte fehlen. In poetischen Bildern oder in musikalischen Tonfolgen können wir Erlebnisse schaffen, die einer Gotteserfahrung gleichkommen. Die Kunst kennt Techniken, die diesen Raum erschließen. Die Autobahnkirche ist solch ein Raum, in dem wir Gott erfahren können. Die christliche Bildersprache hilft uns etwas davon auch zu verstehen. Immer, wenn die Gegenwart Gottes gezeigt wird, dann wird es golden. So auch hier in der Autobahnkirche. Durch die Fenster wird Gold zur glänzenden und strahlenden Farbe schlechthin. Immer, wenn das goldene Licht in den Kirchenraum fällt, lädt Emil Wachter uns ein, darin eine der unbeschreiblichen Wirklichkeiten Gottes zu sehen.
An der Südseite sehen wir einen unscheinbaren, goldenen Baum. In diesem Symbol spricht uns Emil Wachter doppelt an und zeigt uns, wie Gott gegenwärtig ist. Der goldene Baum auf goldenem Grund lässt uns erahnen, dass Gott überall ist und alles durchdringt. Wären nicht die Umrisse des Baumes und die ordnende Struktur der Umgebung, dann wäre alles golden, alles ohne Unterschied von der Wirklichkeit Gottes durchdrungen. Wir könnten nichts mehr unterscheiden, alles ist Gott. Und dann ist da noch der Baum. Schon in der biblischen Paradieserzählung ist der Baum ein Sinnbild für das Leben, einer wird sogar als Baum des Lebens bezeichnet. Emil Wachter hat dieses Motiv des Lebensbaumes immer wieder aufgegriffen, es taucht immer wieder auf.
Dort, wo Leben ist, dort finden wir auch Gott. So könnte man seine Botschaft auf einen Nenner bringen. Auch wenn wir Gott nicht beweisen können oder an der Gegenwart Gottes zweifeln, vielleicht auch zurecht, das Leben ist und bleibt ein Wunder, das wir uns ohne Gott kaum erklären können. Dann ist alles von Gott durchdrungen, alles ist golden!
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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