Wenn Gott handgreiflich wird

Es gibt verschiedene Zeichen für das Handeln Gottes. Das wohl sprechendste Zeichen ist die Hand. Immer wieder taucht sie als Zeichen für Gott auf. Gott handelt, im wahrsten Sinne des Wortes. Meistens ist es die Hand, die die Menschen und die Welt segnet. Und das meint sehr viel. Segnen bedeutet bezeichnen, schützen, heilen, berühren, streicheln, halten. Die Liste ließe sich lange fortsetzen, und wenn wir von dem reden, was wir mit segnen verbinden, fallen uns sicher weitere Begriffe ein. Es ist die Hand, von der wir konkrete Hilfe erhoffen. Sie ist der beste Ausdruck unseres Sehnens nach einem Eingreifen Gottes in unser Leben.  Wir wissen auch, dass wir mit Händen Unrecht tun und anderen Schaden zufügen. Das Zeichen, das zum Heil gereicht, kann sich in sein Gegenteil verkehren. Das Unheil, das mit Händen angerichtet wird, kann auch nicht immer gut gemacht werden. Vielleicht ist deshalb die Hand das beste Zeichen, mit dem wir Segen ausdrücken können.
Die Hand Gottes ist nicht direkt spürbar. Wir brauchen aber eine sinnliche, handgreifliche Erfahrung davon. Das ist dann der Fall, wenn wir unsere Hände zu den Händen Gottes machen. Mit unseren Händen können wir an der Stelle Gottes handeln. Jeder Mensch kann segnen, jeder braucht den Segen. Und wir sind füreinander da, um uns diesen Segen zuzusagen.
Wir rufen den Segen aufeinander herab, weil wir uns nach der Wirklichkeit Gottes sehnen. Wo, wenn nicht in dem, was wir tun, wird Gott sonst sichtbar? Im Segen zeigen wir unsere Sehnsucht nach Gott. Wir zeigen, dass wir diesen Segen brauchen und vor allem, dass wir füreinander dieser Segen sein können.
Mit unseren Händen zeigen wir konkret, was Gott mit uns vorhat. Mit unseren Händen geben wir dem Ausdruck, was in unseren Herzen ist. Mit unseren Händen tun wir das, was uns zum Segen gereichen kann. So vertreten wir Gott. Deshalb segnen wir einander. Durch uns wird Gott im wahrsten und besten Sinne des Wortes handgreiflich.
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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