Schlüsselgewaltig

In Abenteuerromanen und Fantasygeschichten ist es ein gängiges Thema, dass ein Held oder eine Heldin ausgeschickt wird, um Schlüssel zu finden, mit denen der Zugang zu einem anderen Reich oder zu dem rettenden Artefakt gefunden werden muss. Dieser Weg ist mühsam und gefahrvoll, oft gelingt es erst in letzter Minute, die Schlüssel zu finden, die Tore oder die Schatzkiste zu öffnen und dadurch die Rettung zu erlangen. Und das, was dann als Schlüssel bezeichnet wird, muss symbolisch verstanden werden. Schlüssel ist all das, was ich brauche, um einen Zugang zu ermöglichen, der mir unter normalen Umständen verwehrt ist.
In der Autobahnkirche sehen wir am Haupteingang Richtung Westen ein Paar Schlüssel. In der christlichen Sprachlehre werden sie Petrus zugeordnet, der die Schlüssel zum Himmel in der Hand hält. Für uns ist dieses Rätsel gelöst, wir wissen, wo die Schlüssel sind und wer sie benutzt. Wir brauchen nicht den gefahrvollen Weg gehen, um sie zu finden. Wir können sogar einen Schritt weitergehen und sagen, dass wir sie schon in Händen halten. Daran werden wir erinnert, wenn wir die Kirche durch das Portal wieder verlassen. »Denke daran, dass Du die Schlüssel zum Himmel bei Dir hast!«
Wenn wir in unserem Alltag sind, gelten andere Gesetze. Wir sind immer wieder auf der Suche nach den richtigen Schlüsseln, die Aufgabe scheint viel zu groß und unlösbar, wie im Märchen oder in anderen phantastischen Geschichten. In diesen Geschichten dient die Suche nach dem richtigen Schlüssel der inneren Reife des- oder derjenigen, der oder die sucht. Und am Ende ist es nicht der jeweilige Schlüssel, der zur Lösung nötig ist, sondern  der Held oder die Heldin. Das ist eine wichtige Botschaft:
Wenn es um das Leben und die wichtigen Fragen des Lebens geht, dann haben wir die Schlüssel schon immer bei uns, ja, wir selbst sind diese Schlüssel. Die kleine Vignette am Ausgang der Autobahnkirche erinnert uns daran: »Du kannst die Türen, die Du durchschreiten willst oder musst, aufschließen, denn Du bist selbst dieser Schlüssel, den Du brauchst. Du bist schlüsselgewaltig!«
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.