Vater der Völker

Am Abrahamstor bei der Autobahnkirche findet sich eine schwer lesbare Inschrift bei der Darstellung von Abrahams Schoß. Unter dem Namenszug »Abraham« findet sich die Bezeichnung: »Vater der Völker«. Diese Beschreibung von Abraham spielt darauf an, dass sich auf ihn die drei monotheistischen Religionen berufen. Judentum, Christentum und Islam haben ihn nicht nur als Vorbild dafür, wie Glauben gelingen kann, sondern auch in der Abstammungslinie berufen sie sich auf diesen Gläubigen, oder wie es im Judentum heißt, Gerechten. Abraham ist der, der sich vertrauensvoll auf Gott und die Führung durch Gott verlässt. Dies haben wir von ihm mitbekommen und können uns auch mit unserer eigenen Glaubensgeschichte auf Abraham berufen.
Heute müssen wir uns aber fragen, ob das wirklich noch so geht angesichts der globalen Fragen, die uns umtreiben. Wir werden immer mehr in einen interreligiösen Dialog hineingezogen, in dem wir nicht nur die Position der monotheistischen Religionen berücksichteigen können, sondern auch andere religiöse Fragen aufnehmen und diskutieren müssen. Wenn wir uns dann auch in der Abstammung auf Abraham berufen, dann schließen wir andere aus und sehen unseren Weg als verbindlich an. Es ist dann ja auch die Rede von den abrahamitischen Religionen. Aber dieses Bekenntnis - und es gibt Untersuchungen, die belegen, dass diese Bekenntnisse eher zu Gewalttätigkeit neigen - ist angesichts der Entwicklungen in der Welt fragwürdig geworden. Kann ich noch ein Bekenntnis zu Gott einfordern, das andere ausschließt? Ist es nicht eine Anmaßung, zu behaupten, dass »nur« der Glaube an den einen Gott wirklich Heil und Rettung bringt? Schaut man mit einem Blick auf Abraham als »Vater der Völker«, der Religionen verbindet, dann haben wir einen Glaubensweg, den wir mit anderen Religionen diskutieren können. Abraham ist dann einer von vielen Stammvätern von Religionen.
Es sind unterschiedliche Wege, die zu Gott führen, was immer wir darunter verstehen. Im Glauben gibt es viele Möglichkeiten. Der Glaube des Abraham ist einer davon. Das kann ein Vorbild für uns sein, aber nicht das einzige. Vielleicht sollten wir deshalb eher vom Weg sprechen.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.