Wer beherrscht die Welt?

Nicht nur in unserer Zeit stellt sich die Frage nach dem Herrscher der Welt. Zu allen Zeiten gab es Könige und Machthaber, die den Anspruch erhoben haben, die ganze Welt zu beherrschen oder das die Sonne in ihrem reich nie unterginge. Lange blieb diese Herrschaft aber nicht bestehen, nach kurzer Zeit sind diese großen Reiche wieder zusammengebrochen und der weltweite Herrschaftsanspruch wurde wieder an andere weitergegeben oder der Thron blieb, wie es wohl die meiste Zeit war, unbesetzt.
Emil Wachter stellt in der Autobahnkirche einen leeren Thron dar. Warum ist er nicht besetzt? Ich glaube, dass uns diese Frage nicht weiterbringt. Vielleicht sollten wir uns eher einmal die Frage stellen, wer auf diesem leeren Thron Platz nehmen soll. Gibt es einen Herrscher, dem ich diesen Platz zugestehen würde? Dahinter steht auch die Frage, wie ich mir eine gute Herrschaft über die Welt vorstelle - wenn ich das überhaupt brauche.
Wer sll auf dem leeren Thron Platz nehmen? Wenn ich diesen Platz für Gott reserviere, dann muss ich mich fragen, ob ich mich dieser göttlichen Herrschaft unterstellen will. Der Wille Gottes steht dann über meinem Willen und ich hoffe oder glaube, dass sich das Gute letzten Endes durchsetzt. Aber es geht nicht nach mir und meinen Überzeugungen. Nicht viel besser ist es, wenn wir den Thron der Welt dem Teufel überantworten, wie es in der Geschichte immer wieder getan wurde. Der Gegenspieler Gottes herrscht und lässt  das Böse Macht gewinnen. Aber auch da gewinne ich nichts. Schließlich könnte ich ja auch den Menschen im Allgemeinen auf diesen Thron setzen, aber sind wir dazu überhaupt reif und fähig?
All diese Fragen legen den Schluss nahe, ob dieser Thron überhaupt besetzt werden muss. Wenn es einen Herrscher gibt, dann heißt das immer Unterordnung. In den seltensten Fällen gereicht das zum Wohl aller. Wenn der Thron nicht besetzt wird, dann haben alle ihren Teil beizutragen. Und dann geht es nicht um Herrschen, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen und zu tragen.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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