Weil Gott sich davonmacht

Warum ist der Thron, der eigentlich Gott gehört, leer und verlassen? Gott hat sich davon gemacht. Diese Welt, seine Schöpfung interessiert ihn nicht mehr, ein Spielzeug wurde uninteressant. Oder hält Gott es nicht mehr aus, was die Menschen untereinander und mit der Schöpfung anstellen, so dass Gott sich angewidert abwendet und nichts mehr mit all dem zu tun haben will. Wie auch immer man sich den leeren Thron erklärt, auf diese Weise bleibt der Mensch allein und verlassen zurück. Der leere Thron steht dann gewissermaßen für die Einsamkeit des Menschen in der Schöpfung. Wie wird dieses Herrschaftsvakuum gefüllt?
Eine Welt, eine Menschheit, die sich selbst überlassen wird, trägt eine große Verantwortung. Wird sie dieser auch gerecht. Je nachdem, wer auf diesem Herrscherthron Platz nimmt, ist dann auch für alles Übel in der Welt verantwortlich und muss einen Grund für alles schaffen. Und die Frage nach dem Sinn stellt sich dann umso mehr.
Aber ist das die Lösung? Muss dieser Platz dann nicht doch besser leer bleiben? Wenn wir Menschen gezwungen sind, das Heft selbst in die Hand zu nehmen, dann haben wir eine große Verantwortung, die gleichzeitig eine riesige Verpflichtung ist. Wenn wir beanspruchen, an der Stelle Gottes zu handeln, dann ist das auch Ausdruck unserer eigen Überheblichkeit und brandgefährlich. Die Geschichte hat es immer wieder gezeigt, dass dann, wenn Menschen gottgleichen Status hatten, das Unglück auf den Fuß folgte. Wenn Gott den Thron verlassen hat, warum auch immer, dann liegt es an uns, wie wir die Welt gestalten. Setzen wir uns auf den Thron und herrschen gottgleich?
Oder nehmen wir unsere Verantwortung und handeln als Menschen im Blick auf eine menschliche Welt? Um an der Stelle Gottes zu handeln, müssen wir nicht Gott sein, es reicht vollkommen, wenn wir Menschen sind und bleiben und für eine Menschlichkeit eintreten.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.