Hilfe gegen Gewalt

Hilflos sehen wir in Nachrichten, wie immer wieder kriegerische Gewalt das Leben von Menschen zerstört. Gegen militärische Macht ist kein Kraut gewachsen, diplomatische Bemühungen fruchten wenn überhaupt erst dann, wenn viel zu viel zerstört worden ist. Die späte Einscht: Es ist nicht die Gewalt, die als letztes Mittel zur Lösung von Konflikten herangezogen wird, sondern das Gespräch. Vorher werden die militärischen Optionen ausgereizt.
Wie kann man der allgegenwärtigen Gewalt in unserer Welt begegnen? Es ist fast schon lächerlich, was Emil Wachter hier darstellt. Ein ausgestreckter Zeigefinger stellt sich gegen Gewehre, die im Anschlag gehalten werden. Als ob Worte und Gesten etwas gegen Gewehre ausrichten können!
Vielleicht ist es ein Traum, aber es gibt diese Sehnsucht, dass Gewalt nicht das Ende ist, sondern dass Worte und Zeichen Gewalt unmöglich machen. Der Blick in das aktuelle Weltgeschehen mag ernüchtern, aber die Sehnsucht bleibt. Die Heilige Schrift ist voll von diesen Bildern, in allen Religionen wird sie
immer wieder beschworen: Ein umfassender Friede, in dem Gewalt unmöglich wird. Es ist diese Sehnsucht, die Glauben ausmacht und die durch das Erleben in der Realität nicht gemindert wird. Es ist wichtig, dass diese Sehnsucht am Leben gehalten wird, auch wenn sie in der aktuellen Situation mal wieder zerstört wird. Nur wenn die Sehnsucht lebendig bleibt, dann kann sie auch einmal Wirklichkeit werden! Nur wenn wir immer wieder von ihr erzählen, bleibt sie lebendig!
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
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