Zurück auf Anfang

Es tut immer wieder gut, wenn man sich auf die eigenen Wurzeln besinnt. »Wo komme ich her?« ist die erste Frage, von vielen. Am Ende sucht man die Antwort auf »Wer bin ich?«. Eine Antwort, die für immer gültig ist, findet man nicht, sie wird je nachdem, in welcher Situation man ist, unterschiedlich ausfallen. Nach der biblischen Urgeschichte steht am Anfang des Mensch-Seins das erste Menschenpaar Adam und Eva. Aus diesem einen Paar entwickelte sich - mit Rückschlägen - die heutige Menschheit. In diesen beiden war alles, was sich heute noch zeigt, grundgelegt. Eine Erklärung dafür, warum es so ist, wie es ist.
Heute reicht diese mythologische Erklärung nicht aus, wir kennen andere. Wir erklären uns nicht mehr als von einem einzigen Menschenpaar abstammend, wir brauchen nicht die Beschreibung der Schaffung des Menschen aus Ton. Wir wissen anderes, ob wir es besser wissen, ist noch die Frage. Uns leitet aber das gleiche Interesse wie unsere Vorfahren. Wir wollen verstehen, warum es so ist, wie es ist. Auch wir ahnen, dass in unserem Anfang alles das schon vorhanden ist, was uns heute prägt. Das Erforschen der Wurzeln ist notwendig, das Wissen um die eigene Herkunft unverzichtbar. Wenn man sich von seinen Wurzeln abschneidet, dann fehlt ein wichtiger Grund, aus dem Lebenskraft geschöpft werden kann. Manchmal ist dieser Zugang schwierig, manchmal äußerst schmerzhaft. Aber es hat auch etwas Reizvolles, sich mit dem eigenen Ursprung auseinander zu setzen.
Man entdeckt etwas Neues, das vielleicht verstehen hilft, was jetzt gerade ist. Sicherlich ergeben sich damit auch viele neue Fragen, aber das macht diese Suche aus. Und zurück auf Anfang heißt nicht, dass man wieder so leben muss. Es reicht, wenn ich die Anfänge verstehe, weil ich dann besser in der Gegenwart lebe. Also fangen wir hin und wieder auch bei Adam und Eva an! 
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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