Brennende Erfahrung

Eine Naturerscheinung, die er sich nicht erklären konnte machte Mose neugierig. Er sah einen Dornbusch, der brannte und doch nicht verbrannte. Diese Entdeckung  machte ihn zu einem anderen Menschen. Für ihn fand eine Erfahrung statt, die er als Erfahrung Gottes berichtete. Gott offenbarte sich ihm und gab ihm den Auftrag, das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien und in das Gelobte Land zu führen. In diesem brennenden Dornbusch sehen wir die Geburtsstunde einer Religion. Mose erfährt nicht nur die reale Gegenwart Gottes, sondern er bekommt auch den Namen Gottes mitgeteilt: »JHWH - Ich bin da«. Wir sehen diese vier hebräischen Buchstaben an der Oberseite der Bildausschnittes vom Mose-Turm.
Es sind die unerwarteten Ereignisse, die unser Leben verändern. Neuartige Erfahrungen stellen all das, was wir bisher zu kennen und zu wissen glaubten in Frage. Ab jetzt ist alles anders. So hat es Mose erfahren und nach ihm immer viele Menschen. Es kommt dabei weniger auf die Art und Weise der Erscheinung an, die lassen sich meist erklären. Wichtig ist das, was wir daraus machen, wie wir diese Erfahrungen deuten. Mose macht die Erfahrung, dass Gott ganz nah bei ihm ist. Er gibt Gott diesen Namen: »Ich bin da« Oder er erfährt Gott als eine macht, die da ist, die präsent und erfahrbar ist.
Und ein Gott, der da ist, der ist bei seinem Volk und lässt es nicht in den Untergang treiben, sondern er befreit es. Mose ist sich nicht zu schade, seinen Teil dazu beizutragen und das Volk zu befreien. Er geht ihm voraus und führt es durch die Wüste. Am Anfang aber steht der Dornbusch, der brennt und doch nicht verbrennt.
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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