Singvogel

Quelle: Norbert Kasper

Einer von vielen Vögeln, die wir am Glockenturm der Autobahnkirche finden. Und dieser Vogel singt nicht umsonst am Glockenturm. Sein Gesang verstärkt den Klang der Glocken und trägt die Botschaft hinaus in die Welt.
Das Glockengeläut ist ja wie der Gesang der Vögel am Morgen. Man kann sich ihm kaum entziehen. Haben Sie schon einmal gehört, wie der Gesang der Vögel erwacht, wenn es morgens hell wird, lange bevor die Sonne aufgeht? Es ist ein Erlebnis, das uns eher verstummen lässt, denn diesem Gesang haben wir nichts entgegen zu setzen. Wir kennen ja alle den Gesang dieser Vögel, wir können am Gesang erkennen, um welchen Vogel es sich handelt. Aber wir wissen in den seltensten Fällen, was dieser Vogel mitteilen will, ob er sich nur freut, ob er singt um des Gesangs willen, ob er seinen Artgenossen etwas mitteilen will oder einen Partner oder eine Partnerin sucht. Aber das ist gar nicht so wichtig. Wir können uns ja einmal die Botschaft vorstellen, die der Vogel für uns hat. Der Gesang könnte eine Botschaft für uns sein.
Was wäre denn eine Botschaft, die so ein kleiner Vogel für mich haben könnte? Ein Vogel, der vom Glockenturm einer Kirche singt? Es reicht ja aus, wenn wir von dieser Botschaft träumen, denn sie könnte wichtig für uns sein. Das einzige, was uns zu tun übrig bleibt: Zuhören. Alles andere im Moment sein lassen und nur zuhören. Ganz Ohr sein, alles andere auf die Seite legen und nur hören. Selbst wenn wir die Botschaft nicht entziffern oder
nicht verstehen, allein schon dieses aktive Hören, die Konzentration auf einen einzigen Vorgang ist eine Hilfe für den Alltag. Die Vögel können uns etwas lehren, wir müssen nur zuhören lernen. Ruhe und Stille sind eine große Hilfe dabei. Das können wir tun. Und welche Botschaft haben die Glocken?
 
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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