Gewalttätige Sprache

Wieviel Unheil kann man mit Sprache anrichten? Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wohl der meiste Schmerz, den Menschen sich gegenseitig zufügen, über das gesprochene Wort geschieht. Das soll die körperliche und militärische Gewalt und das Leid, das damit über die Menschen kommt, nicht verharmlosen. Sprache wurde und wird zur Unterdrückung eingesetzt, mit Worten wurde manche Gewalthandlung ausgelöst, befohlen und im Nachhinein legitimiert.
Die Worte, die wir sprechen, haben ihre Auswirkungen, ob wir das beabsichtigen oder nicht. Und selbst gut gemeinte Worte kommen anders an, als wir sie gemeint haben. Worte können verletzen wie ein Pfeil und nicht selten treffen sie mitten ins Herz!
Es ist gleich, wer diese Worte spricht. Ob sie jetzt von einem »Heiligen« oder einem »Verbrecher« kommen, ob sie liebevoll oder hasserfüllt sind, ob ich mit ihnen unterstütze oder unterdrücke. Immer haben sie diesen Charakter des Pfeiles, der aus meinem Mund kommt und auf ein Ziel zufliegt. Das Bild am Elia-Turm meint den Verfolgungsbefehl, der Elia gilt, den König Ahab ausspricht. Aber es kann auch der Ruf der Religionen sein, die dazu
auffordern, die eigene Botschaft möglichst weit in die Welt hinauszutragen. Wahrscheinlich liegt es wieder an uns, was aus unseren Worten wird und wie sie umgesetzt werden. Dieses Bild fordert dazu auf, verantwortungsvoll mit den eigenen Worten umzugehen, denn schnell verwandeln sie sich in praktizierte Gewalt. Seien wir vorsichtig!
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 09.06.2026
Kontemplation
Di. 16.06.2026
Kontemplation
Di. 23.06.2026
Kontemplation
Di. 30.06.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.