Es ist die pure Verzweiflung, die am Fenster aus dem Passionszyklus in der Autobahnkirche dem Betrachtenden entgegen schreit. Eine blutende, verkrümmte Person wendet sich in ihrer Not nach oben und schreit um Hilfe. Im Psalm 130 wird das sehr anschaulich geschildert: »1 (...)Aus der Tiefe meiner Not schreie ich zu dir. 2 HERR, höre mich doch! Sei nicht taub für meinen Hilferuf!« (Psalm 130, Übersetzung Gute Nachricht) Immer wieder haben Menschen in ausweglosen Situationen ihrer Verzweiflung Ausdruck gegeben, viele Hilferufe sind ungehört verhallt und haben keinen Niederschlag in der Geschichtsschreibung gefunden. Im besten Fall tauch ihr Leid in anonymen Opferzahlen aus, die das unermessliche Leid nichtannähernd widerspiegeln.
Aus therapeutischen Prozessen ist bekannt, dass eine lebensstützende Veränderung erst dann stattfinden kann, wenn ein Mensch ganz am Boden zerstört ist, wenn aus ihm die reine Verzweiflung spricht und Rettung nur noch von außen kommen kann. In religiös motivierten Texten ist Gott als Adressat genannt. Wenn Menschen nicht mehr helfen können, dann richtet sich die Verzweiflung wie in Psalm 130 an Gott. Was nach Verzweiflung klingt, ist Ausdruck einer Hoffnung, dass es noch nicht zu Ende ist, dass Gott doch bitte einschreiten möge und alles zum Guten wendet.
Das Umfeld, in dem dieses Fenster in der Autobahnkirche steht, ist das von Unterdrückung und Krieg. Ungerechte Verhältnisse zwingen die Menschen in die Knie und machen Leben unmöglich. Es bleibt nur, sich verzweifelt dem Schicksal zu ergeben oder einen Blick nach oben zu richten, aus der Tiefe heraus nach Gott zu rufen und auf Rettung zu hoffen. Der zum Schrei geöffnete Mund, die nach oben gereckten Hände drücken diese Verzweiflung, aber auch eine Sehnsucht aus. Der leidenende, geschlagene, geschundene und verwundete Mensch tut das, was noch möglich ist und wozu die Kraft noch reicht: Sich an Gott zu wenden und die Not zu klagen. Vielleicht reicht es schon aus, wenn ich einen Adressaten für meine Verzweiflung habe. Menschen konfrontieren sich nicht gerne damit. Gut, wenn man gelernt hat, dass auch Verzweiflung ein offenes Ohr findet!
Aus therapeutischen Prozessen ist bekannt, dass eine lebensstützende Veränderung erst dann stattfinden kann, wenn ein Mensch ganz am Boden zerstört ist, wenn aus ihm die reine Verzweiflung spricht und Rettung nur noch von außen kommen kann. In religiös motivierten Texten ist Gott als Adressat genannt. Wenn Menschen nicht mehr helfen können, dann richtet sich die Verzweiflung wie in Psalm 130 an Gott. Was nach Verzweiflung klingt, ist Ausdruck einer Hoffnung, dass es noch nicht zu Ende ist, dass Gott doch bitte einschreiten möge und alles zum Guten wendet.
Das Umfeld, in dem dieses Fenster in der Autobahnkirche steht, ist das von Unterdrückung und Krieg. Ungerechte Verhältnisse zwingen die Menschen in die Knie und machen Leben unmöglich. Es bleibt nur, sich verzweifelt dem Schicksal zu ergeben oder einen Blick nach oben zu richten, aus der Tiefe heraus nach Gott zu rufen und auf Rettung zu hoffen. Der zum Schrei geöffnete Mund, die nach oben gereckten Hände drücken diese Verzweiflung, aber auch eine Sehnsucht aus. Der leidenende, geschlagene, geschundene und verwundete Mensch tut das, was noch möglich ist und wozu die Kraft noch reicht: Sich an Gott zu wenden und die Not zu klagen. Vielleicht reicht es schon aus, wenn ich einen Adressaten für meine Verzweiflung habe. Menschen konfrontieren sich nicht gerne damit. Gut, wenn man gelernt hat, dass auch Verzweiflung ein offenes Ohr findet!













